Montag, 24. März 2003

Irak: 62 Tote und mehr als 400 Verletzte in 24 Stunden

  • Sahhaf: US-Soldaten in die Flucht geschlagen

Durch die amerikanisch-britischen Angriffe auf den Irak sind nach Angaben der Regierung in Bagdad binnen eines Tages 62 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 400 weitere verletzt worden. Bei Bombardements der Hauptstadt Bagdad seien binnen 24 Stunden 194 Menschen verletzt worden, sagte Informationsminister Mohammed Said el Sahhaf am Montag. Es habe aber keine Toten gegeben. Die südlich Bagdads gelegene Stadt Babel habe mit 30 die höchste Zahl an Toten zu verzeichnen. In Basra im Süden des Landes seien 14 Menschen getötet worden.

An mehreren Orten seien US-Soldaten in die Flucht geschlagen worden, sagte Sahhaf. Im Nordosten des Irak seien US-Truppen am Sonntag nahe der Ölförderstadt Kirkuk zum Rückzug gezwungen worden. Die USA hätten zudem in dem 160 Kilometer südlich Bagdads gelegenen Najaf sowie in Kerbala versucht Truppen abzusetzen.

Auch diese Soldaten seien in die Flucht geschlagen worden. Sahhaf schien sich auf Truppen zu beziehen, die per Hubschrauber in den Gebieten abgesetzt wurden, und nicht auf Fallschirmjäger. Allerdings blieb dies letztlich unklar. Reuters-Korrespondenten haben berichtet, dass US-Bodentruppen im Süden bereits bis Najaf vorgestoßen sind.

24.3.2003 14:17