Montag, 24. März 2003

Verwundete US-Soldaten nach Deutschland gebracht

Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in der Pfalz sind am Montag die ersten bei Kampfhandlungen verwundeten US-Soldaten eingetroffen. Eine Transportmaschine vom Typ C-141 landete um 10.25 Uhr mit insgesamt zwölf Verletzten an Bord, darunter drei Schwerverletzte. Die Soldaten wurden anschließend in das Armeehospital im nahe gelegenen Landstuhl gebracht.

Nach Angaben des US-Militärs sind unter den zwölf Verletzten sieben Soldaten, die bei Kampfhandlungen verwundet wurden. Erwartet wurden zudem drei Soldaten, die im Lager der 101. Luftlandedivision verletzt wurden, als ein Soldat Handgranaten in die Zelte seiner Kameraden warf. Dabei waren ein Soldat getötet und 15 weitere verletzt worden.

Eine Sprecherin des "Landstuhl Regional Medical Center" teilte mit, die US-Soldaten waren in einer Spezialmaschine vom Golf zur US-Basis Ramstein geflogen worden. Von dort aus wurden sie dann mit Krankenwagen und Bussen in das fünf Kilometer entfernte Krankenhaus gebracht. Bei dem Medical Center handelt es sich um das größte von Amerikanern betriebene Hospital außerhalb der USA. Während des Golfkrieges von 1991 wurden mehr als 4000 verletzte US-Soldaten nach Landstuhl ausgeflogen.

Die US-Armee hat in ihrem Hospital in Landstuhl in den vergangenen Wochen die Zahl der Betten auf rund 300 verdoppelt. Seit dem vergangenen Freitag trafen überdies zahlreiche Ärzte, Krankenschwestern und Hilfskräfte aus den USA ein, um das medizinische Personal in Landstuhl zu verstärken. Die Klinik hat in allen militärischen Konflikten mit amerikanischer Beteiligung während der letzten zwölf Jahre eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von verletzten Amerikanern gespielt.

24.3.2003 12:42