Steirischer "Friedensflieger" kehren nach Rom zurück
- Vom Vatikan eingeladen
- Unterschriftenliste gegen Irak-Krieg wird überreicht
Der 26-jährige Extremsportler Andreas Siebenhofer aus der Steiermark, der am Freitag mit einem motorisierten Paragliding-Schirm auf den Petersplatz gelandet war, wird nächste Woche in den Vatikan zurückkehren. Zusammen mit den fünf weiteren Steirern und zwei Müchnerinnen, die seiner Gruppe von Friedensaktivisten angehören, wird er im Vatikan eine Unterschriftenliste mit einer Petition zur Beendigung des Irak-Krieges überreichen.
"Wir haben vom Vatikan eine Einladung bekommen, unsere Liste mit zirka 2.000 Unterschriften vorzustellen, die wir während unserer Reise von Österreich nach Rom gesammelt haben", betonte die Münchnerin Carmen Motz, Sprecherin der Gruppe, am Samstag im Gespräch mit der APA. Auch von italienischen Medien sei die Gruppe eingeladen worden, nach Rom zurückzukehren, um im Fernsehen über ihre Aktion zu berichten.
Siebenhofer, sein Partner Johann Moitzi (29) und die vier weiteren Steirer sind bereits in der Nacht auf Samstag mit einem der Fahrzeuge nach Hause gefahren, die von der italienischen Polizei nach der Aktion auf dem Petersplatz nicht beschlagnahmt worden waren. Sie waren am Freitag nach Siebenhofers Landung festgenommen, nach einigen Stunden aber wieder freigelassen worden. Zwei Fahrzeuge, die motorisierten Gleitschirme, Videokameras und Fotoapparate wurden vorerst noch nicht zurückgegeben.
"Tollen Tag erlebt"
"Wir haben gestern einen tollen Tag erlebt und unseren Traum erfüllt: Dem Vatikan unsere Solidarität für die Friedensaktion zu Gunsten des Irak zu bekunden. Wir hätten nicht geglaubt, dass dabei ein derartiger Medienrummel entstehen würde", so die 42-jährige Motz, die in Rom geblieben ist und die Kontakte mit dem italienischen Rechtsanwalt hält, die die Gruppe vertritt. Alle italienischen Zeitungen haben ausführliche Berichte über die "Mission" der Steirer veröffentlicht und ihre Bilder gedruckt.
Motz zeigte sich zufrieden, dass man in Rom den wahren Inhalt ihrer spektakulären Aktion begriffen habe: "Wir haben spontan gehandelt, zum Glück ist alles gut gelaufen". Die Mitglieder der Gruppe seien über die Einladung im Vatikan begeistert.
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