Gnadengesuch von schizophrenem Mörder abgelehnt
- Texas: Hinrichtung für Mittwoch angesetzt
Der für Begnadigungen zuständige Petitionsausschuss in Texas hat den Antrag eines schizophrenen Mörders zur Aufhebung seines Todesurteils abgelehnt. Der 43-jährige James Colburn soll nun am kommenden Mittwoch im Gefängnis von Huntsville mit der Giftspritze hingerichtet werden. Dies billigte der Ausschuss am Montag mit 16 Stimmen bei nur einer Gegenstimme.
Anfang November war die geplante Hinrichtung Colburns vom Obersten Gerichtshof in letzter Minute ausgesetzt worden. Gemäß dem Antrag der Verteidigung sollte zunächst geprüft werden, ob die offenbar mangelnde geistige Zurechnungsfähigkeit des Todeskandidaten einer Exekution rechtlich im Wege stehen könnte. Im Jänner wurde dieses Verfahren jedoch eingestellt.
Das Oberste Gericht hat im vergangenen Jahr zwar die Hinrichtung von geistig Zurückgebliebenen für verfassungswidrig erklärt, doch bedeutet dies keine generelle Begnadigung für geisteskranke Mörder. Colburn hat nicht bestritten, im Jahre 1994 eine 55-Jährige beim Versuch der Vergewaltigung umgebracht zu haben. Seine Anwälte haben jedoch geltend gemacht, seine Schizophrenie rechtfertige keine Hinrichtung.
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