Simbabwe: Mugabe geht gegen Oppositionelle vor
- Mindestens 160 Verhaftungen
In Simbabwe sind nach gewaltsamen Auseinandersetzung am Wochenende mindestens 160 Oppositionelle inhaftiert worden. Sicherheitskräfte und Soldaten waren als Reaktion auf Massenproteste in der vergangenen Woche gegen Anhänger der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) vorgegangen.
Die MDC sprach von 265 Verhaftungen. Viele Inhaftierte würden gefoltert, Anwälten oder Angehörigen werde ein Besuch verweigert. Laut Menschenrechtsorganisationen wurden Dutzende von Oppositionellen mit Stacheldraht und Knüppeln blutig geschlagen.
Die MDC hatte in der vergangenen Woche zu zweitägigen Protesten gegen die repressive Politik des seit 23 Jahren regierenden Präsidenten Robert Mugabe aufgerufen. Mugabe hatte am Wochenende gewarnt: "Die MDC und ihre Führer sollten gewarnt sein, dass die, die mit dem Feuer spielen, nicht nur davon verbrannt, sondern verzehrt werden."
Nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zeigen diese Worte, dass "es keine Grenzen zu geben scheint angesichts der Frage, wie weit die Regierung bei der Unterdrückung der Opposition noch gehen wird."
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