NATO-Beitrittsverträge mit sieben Staaten unterzeichnet
- Vollzug des Beitritts im Mai 2004
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NATO-Erweiterung im Überblick
Vier Monate nach dem NATO-Gipfelbeschluss zur größten Erweiterung der Militärallianz werden heute in Brüssel die Beitrittsverträge mit sieben Staaten unterzeichnet. Durch die Aufnahme der baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen wird das NATO-Gebiet erstmals auch auf einen Teil der früheren Sowjetunion ausgedehnt.
Die NATO hat am Mittwoch mit sieben ost- und mitteleuropäischen Staaten die Beitrittsverträge unterzeichnet. Aufgenommen werden sollen die ehemaligen Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen sowie Bulgarien, Rumänien, Slowenien und die Slowakei. Zu der Zeremonie im NATO-Rat in Brüssel reisten die Außenminister der sieben Staaten an. Es ist die größte Erweiterungsrunde in der Geschichte der Allianz. Der Beitritt soll im Mai 2004 vollzogen sein. Bis dahin müssen die 19 NATO-Staaten die Verträge ratifizieren.
Slowenien billigt NATO-Mitgliedschaft
Die Bürger Sloweniens hatten den Beitritt zur NATO am Sonntag in einem Referendum gebilligt. 66 Prozent der Bürger stimmten für den Beitritt zum Verteidigungsbündnis. Die Abstimmung war im Jänner für den spätest möglichen Termin vor Unterzeichnung der Beitrittsprotokolle angesetzt worden. Die übrigen sechs Länder wollen keine Abstimmungen durchführen.
Beim letzten NATO-Gipfel im November 2002 in Prag waren die sieben Staaten förmlich zur Mitgliedschaft in dem Bündnis eingeladen worden. Weitere offizielle Anwärter auf die NATO-Mitgliedschaft sind Albanien, Kroatien und Mazedonien. Ihnen ist noch kein Termin in Aussicht gestellt worden. Fünf der sieben künftigen NATO-Länder - Estland, Lettland, Litauen, die Slowakei und Slowenien - werden kurz vor ihrem Beitritt, zum 1. Mai 2004, auch in die Europäische Union aufgenommen.
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