Montag, 24. März 2003

FPÖ fordert von Kriegs-Befürwortern humanitäre Hilfe

  • Bleckmann kritisiert USA

FPÖ-Generalsekretärin Magda Bleckmann hat am Montag die Kriegsbefürworter aufgefordert, besonderes Engagement im Bereich der humanitären Hilfe und beim Wiederaufbau im Irak zu zeigen. Die Länder, die neben den USA den Krieg befürworten, müssten "in einem ganz besonderen Maß in die Pflicht genommen werden", forderte Bleckmann in einer Aussendung. Sie nannte in diesem Zusammenhang insbesondere Großbritannien, Spanien, Italien, Tschechien und Polen.

Als geradezu empörend wertete die freiheitliche Generalsekretärin die Forderung von US-Präsident George W. Bush, der Kongress möge ihm weitere 76 Milliarden Euro zur Finanzierung des Irak-Krieges zur Verfügung stellen. "Wann kommt man endlich zur Besinnung und erkennt diesen Krieg als das, was er ist - nämlich eine Verletzung der UNO-Charta und ein massives Untergraben der Weltgemeinschaft", sagte Bleckmann.

Sie beklagte das Fehlen einer gemeinsamen EU-Außenpolitik und eines Gegengewichts zum "eigenwilligen Handeln" der Vereinigten Staaten. Österreich müsse daher innerhalb der EU mit vollem Einsatz darauf hinarbeiten, dass menschenwürdige Hilfe vor Ort sichergestellt sei.

24.3.2003 11:18