Donnerstag, 20. März 2003

Irak-Krieg: Auswirkungen für Urlauber!

Verschärfte Sicherheitskontrollen auf Flughäfen, Flugrouten-Änderungen und Reisewarnungen - der Krieg gegen den Irak hat begonnen und Urlauber müssen damit rechnen, nicht unbedingt reibungslos verreisen zu können...

Schon seit dem 11. September sind die Sicherheitskontrollen auf den Flughäfen stark ausgeweitet worden. Jetzt kann man damit rechnen, dass die Beamten noch strenger und aufmerksamer kontrollieren. Sicherheitshalber sollte man längere Wartezeiten auf den Flughäfen einrechnen.

Flugrouten

Die gesamte Kriegs-Region wird von den Airlines weitläufig umflogen. So steuert beispielsweise die Lufthansa Ziele im fernen Osten (Singapur) über Russland und den Himalaya an. Andere Airlines weichen über Afrika oder den hohen Norden aus.

Reisewarnungen: Nicht in den Irak, Jemen, Kuwait und Jordanien
Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten warnt ausdrücklich vor Reisen in den Irak, nach Jemen, Kuwait und Jordanien.

Sehr hohes Sicherheitsrisiko: Israel und Gaza/Westbank
Aufgrund der begonnenen Militaraktionen im Irak und schweren bewaffneten Zusammenstößen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern spricht man eine partielle Reisewarnung für Israel und Gaza/Westbank aus.

Erhöhte Sicherheitsgefährdung: Osttürkei
Eine erhöhte Sicherheitsgefährdung gibt es für Reisen in die Osttürkei (vor Reisen in das Gebiet östlich der Linie Samsun-Kayseri-Adana und insbesonders ins Grenzgebiet zum Irak wird ausdrücklich gewarnt). Im Südosten der Türkei wurde zwar das behördliche Notstandsregime in den Provinzen Diyarbakir, Hakkari, Sirnak und Tunceli aufgehoben, doch muss man weiterhin von einem erhöhten Sicherheitsrisiko ausgehen. Reisen in diese Region sollten auf ihre Notwendigkeit geprüft und gegen dieses weiterhin bestehende Sicherheitsrisiko abgewogen werden.

Sehr hohes Sicherheitsrisiko : Katar, Bahrain, Saudi-Arabien
Ein sehr hohes Sicherheitsrisiko spricht das Außenamt auch für die Staaten Bahrain, Katar und Saudi-Arabien aus, weil der bewaffnete Irak-Konflikt zu einer erhöhten Gefahr von Terroranschlägen in diesen Staaten führen könnte. Österreichischen Staatsbürgern, die sich bereits in einem dieser Staaten befinden, wird empfohlen, sich auf eine Ausreise vorbereiten.

Erhöhte Sicherheitsgefährdung: Ägypten, Iran, Libanon, Oman, Syrien, Türkei und Vereinigte Arabische Emirate
Eine erhöhte Sicherheitsgefährdung spricht das Außenamt für die Länder Ägypten, Iran, Libanon, Oman, Syrien, Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate aus. In allen Fällen wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden, da terroristische Anschläge in der gesamten Region nicht auszuschließen sind. Es wird generell zu erhöhter Wachsamkeit und Vorsicht geraten. Dies gilt übrigens auch für touristische Ballungszentren weltweit.

Urlauber-Hotline
Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten hat für alle, die sich über die Situation im Irak und den umliegenden Ländern informieren wollen, eine gebührenfreie Telefonnummer eingerichtet: 0800/20 44 11. Rund um die Uhr werden hier Anfragen entgegengenommen und beantwortet. Generell wird Reisenden geraten, die Erreichbarkeiten der zuständigen Österreichischen Botschaft und des 0-24 Uhr Bereitschaftsdienstes des BMaA (00431/531154411) mit sich zu führen.

Umbuchungen
Mehrere Reisekonzerne und Fluglinien sind aufgrund des Krieges bis Ende April zu kostenlosen Umbuchungen von Terminen und Zielen bereit. Das Angebot gilt vor allem für Urlaubsländer wie Ägypten, Marokko, Jordanien, Vereinigte Arabische Emirate, Tunesien, Türkei und Zypern. So kann man beispielsweise bei der Lufthansa bis 18. Mai Flüge in die USA, nach Kanada, Israel, Türkei, den Mittleren und Nahen Osten gebührenfrei umbuchen oder stornieren.

20.3.2003 12:15