Freitag, 21. März 2003

EU-Kommission empfiehlt Förderung von WLAN

  • Zulassung öffentlicher Funknetze soll erleichtert werden
  • Europa liegt in der Entwicklung hinter den USA zurück

Jetzt entdeckt auch die EU-Kommission WLAN. Mit einer eigenen Empfehlung wollen die Kommissare öffentliche Funk-LAN-Zugänge fördern. Demnach sollen die Genehmigungen von öffentlichen WLANs so weit wie möglich erleichtert werden. WLAN-Dienste sollen in allen Mitgliedsstaaten mit einer einfachen "Allgemeingenehmigung" erlaubt werden. Nach Ansicht der Kommission stellen diese Funknetze eine wichtige Ergänzung zu bestehenden Breitbandanschlüssen dar.

"Die Empfehlung ist ein wichtiger Schritt zur Bereitstellung schneller Internet-Verbindungen über unterschiedliche Zugangsplattformen", erklärte der zuständige Kommissar Erkki Liikanen. "Ergänzend zu den anderen Breitband-Zugangswegen erhalten die europäischen Bürger dank der Funk-LAN-Technik einen einsatzbereiten Zugang zur Wissensgesellschaft, wann immer sie sich fern von zu Haus in öffentlichen Bereichen aufhalten."

Europa liegt noch hinter den USA zurück
Die EU-Kommission kommt mit der Empfehlung einer Aufforderung des Rates, den Ausbau von möglichst vielen Breitband-Zugangmöglichkeiten zu unterstützen, nach. Mit dieser Empfehlung soll erreicht werden, dass die Mitgliedstaaten die Bereitstellung von Funk-LAN-Netzzugängen ohne besondere Voraussetzungen nur aufgrund von Allgemeingenehmigungen nach der neuen Genehmigungsrichtlinie gestatten. Zusätzlich werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, ihre Genehmigungsverfahren für die Nutzung der vorhandenen Frequenzen möglichst kostengünstig zu gestalten.

Nach einer Gartner-Studie liegt Europa bei der Entwicklung von öffentlichen WLAN-Zugängen noch etwas hinter den USA zurück. Die Marktforscher sehen den Grund vor allem in komlizierten Genehmigungsverfahren in manchen Ländern. (pte/red)

Weitere Informationen:

  • EU-Website

    21.3.2003 10:03