Viacom vor neuer Management-Regelung
- Einigung zwischen CEO Redstone und COO Karmazin in Sicht
- Abgang von Karmazin gilt als wahrscheinlich
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Der Medienkonzern Viacom scheint hinsichtlich der unsicheren Situation in seinem Top-Management einer Lösung nahe zu sein. Wie das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, stehe eine Einigung zwischen Chairman und CEO Sumner Redstone und Chief Operating Officer (COO) Mel Karmazin bezüglich der Machtverteilung in der Konzernführung bevor. Karmazin leitet den Medienkonzern seit der Fusion mit dem US-Sender CBS im Mai 2000 mit außerordentlichen Befugnissen, die im Mai – drei Jahre nach Abschluss des Merger – auslaufen. Redstone, der die Mehrheit an Viacom hält, will diese Befugnisse nicht weiter gewähren, aber Karmazin auch nicht verlieren.
Die Details der Vereinbarung zwischen Redstone und Karmazin wurden nach dem Vorstandstreffen nicht bekannt. Redstone bestehe auf seine Funktion als CEO, sei aber bereit "ein faires Maß" seiner Macht abzugeben, so das WSJ. Karmazin war vor der Fusion Chef von CBS. Seit der Fusion leitet er das operative Geschäft von Viacom, während Redstone laut WSJ ins Tagesgeschäft kaum involviert ist. Karmazin hat den Merger von Viacom und CBS zu einer der wenigen erfolgreichen Riesenfusionen in der Medienbranche gemacht und genießt daher sowohl an der Wall Street als auch im Konzern hohes Ansehen. Dennoch will ihm Redstone seine umfassenden Befugnisse nicht mehr zugestehen. Da Karmazin laut eigenen Aussagen in der Vergangenheit einer Beschneidung seiner Kompetenzen nicht zustimmen will, scheint ein Abgang nach Auslaufen seines Vertrages ohne Einigung wahrscheinlich. (pte/red)
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