Der heiße Wettlauf in die Turbo-Handywelt
- Duell um April-Blitzstart: Wird Newcomer "3" zum UMTS-Pionier?
- Konkurrenten T-Mobile und One warten noch ab
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Drei: Die Handys für den UMTS-Start!
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Exklusives Handy von Motorola für "3"
Eigentlich sollte es eine klare Sache für den heimischen Marktführer sein. Schon vor Wochen hat A1-Boss Boris Nemsic angekündigt, als erster österreichischer Netzbetreiber mit UMTS an den Start gehen zu wollen. Spätestens im April sollte es so weit sein. Doch wenige Wochen davor stellen sich dem Pionier plötzlich neue Hürden in den Weg: Für den kommenden Launch fehlen noch die wichtigsten Werkzeuge - die passenden UMTS-Handys.
"Die Anzahl der Handsets lässt noch zu wünschen übrig," gibt sich A1-Boss Nemsic in einem Interview mit der Zeitschrift NEWS enttäuscht. Dennoch will er von einer möglichen Startverschiebung nichts wissen. Trotdem steht für ihn fest: "Wir werden nicht unter allen Umständen als erster UMTS-Betreiber an den Start gehen."
Und tatsächlich könnte jetzt der Einsteiger "3" dem Marktführer durch einen Start Anfang April die Show stehlen. Der Newcomer hat als Teil des Weltkonzerns Hutchison die Exklusivrechte am derzeit einzigen in größeren Stückzahlen verfügbaren UMTS-Modell, dem NEC 606. 3-Boss Berthold Thoma: "Wir haben schon heute in Europa eine fünfstellige Zahl der NEC-Geräte lagernd. Wir sind also auch für den Start in Österreich gerüstet." Wann genau es so weit sein wird lässt Thoma aber offen:"Wir haben nie geplant, vor A1 zu starten, wenn es aber dazu kommt, würde es mich naturgemäß freuen."
Starkes UMTS-Netz bei A1
Doch noch sind die Würfel nicht gefallen. Für den UMTS-Start ist die Anzahl der Handys nicht allein entscheidend. Auch auf das entsprechende Funknetz kommt es an. Und hier hat A1 ganz klar die Nase vorn. Nemsic: "Wir haben bereits 52 Städte in Österreich versorgt." Hutchison hat sich beim Netzaufbau vorerst auf die größeren Landeshauptstädte beschränkt.
Das Wettrennen von A1 und 3 lässt die zwei weiteren UMTS-Kandidaten indes kalt. T-Mobile-Boss Georg Pölzl stellte am Rande der CeBIT klar, dass er im Juni starten will: "Für Hektik gibt es keinen Grund. Wir wollen unseren Kunden einen sanften UMTS-Einstieg ermöglichen." Am großen Geschäft mit der neuen Handywelt zweifelt Pölzl aber nicht:" Bis Jahresende werden rund 100.000 Handy-User über UMTS funken." Dann wird auch ONE-Chef Jörgen Bang-Jensen mitmischen. Der Däne lässt sich aber auf keinen Starttermin festlegen: "Wir werden launchen, wenn es fünf bis sechs verschiedene Handymodelle gibt."
Leichter Umstieg
Der Umstieg selbst soll für bestehende GSM-Kunden in jedem Fall einfach werden: In den meisten Fällen muss nicht einmal die SIM-Karte getauscht werden. Und: Ein kurzer Anruf bei der Hotline soll reichen, um die Freischaltung für UMTS zu ermöglichen. Einzige Bedingung bleibt der Kauf eines neuen Handys - so es diese in ausreichender Zahl gibt.
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