Dienstag, 18. März 2003

Verkehrsleitsystem soll Staus im Ansatz verhindern

  • CityFCD benutzt Autos als rollende Sensoren
  • PLUS: Infos zur CeBIT (Kasten rechts)!

Die Volkswagen-Tochter gedas und der Verkehrsmanagement-Spezialist M-Tech präsentieren auf der CeBIT 2003 ihr Telematikssystem für die Verhinderung von Verkehrsstaus in Ballungsgebieten. CityFCD (Floating Car Data) erkennt über speziell ausgestattete Fahrzeuge entstehende Staus auf den Hauptverkehrsrouten einer Stadt und kann entsprechend die Ampelanlagen beeinflussen. Ein erster Pilotversuch soll zusammen mit Verkehrsbau Huber, einem Tochterunternehmen von M-Tech, ab Mai 2003 in Hannover erprobt werden.

Bei CityFCD melden die entsprechend ausgestatteten Fahrzeuge ihre Positionsdaten an eine Leitzentrale. Dort werden aus diesen Daten Bewegungsprofile sowie die Reisegeschwindigkeit errechnet. Damit lassen sich in Echtzeit die aktuelle Verkehrslage darstellen sowie Prognosen über das Verhalten von Staus abgeben. gedas hat gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik die dazu benötigen Algorithmen entwickelt und erprobt. Die Lösung erlaubt auch eine Verkehrslageerfassung in innerstädtischen Ballungsräumen und kann nach Angaben von gedas auf Standard-Plattformen implementiert werden.

Für das direkte Verkehrsmanagement werden die mit CityFCD gewonnenen Daten in die Verkehrrechensysteme von M-Tech eingespeist. Die Ampelanlagen lassen sich damit genauer an das jeweilige Verkehrsaufkommen anpassen. International arbeiten die beiden Unternehmen an einem Leitsystem für die Olympischen Spiele in Athen 2004. Dazu wurden bereits 60 Stadtbusse der Athener Verkehrsbetriebe mit CityFCD ausgestattet. (pte/red)

Weitere Informationen:

  • CeBIT-Website
  • Gedas-Website
  • M-Tech-Website

    18.3.2003 14:30