Virenschreiber nutzen Irak-Konflikt
- Spionagebilder und Screensaver des US-Präsidenten
- Wurm versucht Schutzmechanismen zu deaktivieren
Jetzt benutzen Virenschreiber auch den Irak-Konflikt, um die Empfänger ihrer Schädlinge zu ködern. Wie die Computersicherheitsunternehmen Symantec und Sophos berichten, verspricht der Wurm Ganda.A unter anderem Spionagebilder vom Irak.
"Der Autor dieses Virus nutzt das öffentliche Interesse, das bei der gegenwärtige Krise gegeben ist, ganz bewusst, um seinen Virus zu verbreiten", meint Gernot Hacker, Senior Technical Consultant bei Sophos. Eine andere Betreffzeile setzt auf das schlechte Image, das der US-Präsident zurzeit bei vielen PC-Usern genießt, und kündigt einen Screensaver speziell zu George Bush an.
Firewalls werden deaktiviert
Ganda.A versendet sich an alle Kontakte im Outlook-Adressbuch. Der Schädling benutzt für seine Verbreitung einen eigenen SMTP-Server, wenn der übliche Server des Users nicht zur Verfügung steht. Die Betreffzeile des Wurms ist in Englisch oder Schwedisch gehalten, je nach der Spracheinstellung auf dem System des Absenders. Bei einer erfolgreichen Infektion versucht der Wurm mehrere Schutzmechanismen wie Virenfilter oder Firewalls zu deaktivieren.
Der Wurm befällt Windows 95/98/NT/2000/XP und Me-Systeme. Die Benutzer von Linux-, Mac- oder Unix-Systemen sind nicht betroffen. Nach Angaben von Sophos und Symantec ist der Wurm allerdings bisher nicht weit verbreitet
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