Microsoft will weltweit 5.500 neue Mitarbeiter einstellen
- Finanzchef rechnet aber mit anhaltender IT-Flaute
- Größten Wachstumsmärkte sind Deutschland und Japan
·CeBIT 2003
Microsoft: Aktion gegen Raubkopien
Entgegen dem Branchentrend will der US-amerikanische Software-Gigant Microsoft im laufenden Geschäftsjahr 2003 rund 5.500 neue Mitarbeiter einstellen, darunter etwa 60 in Deutschland. Neue Stellen würden vor allem für Vertrieb, Forschung und Entwicklung geschaffen, sagte Finanzvorstand John Connors am Montag in Unterschleißheim bei München. Für das laufende Geschäftsjahr prognostizierte er erneut einen Gewinn von über 14 Mrd. Dollar (12,96 Mrd. Euro) bei einem Umsatz von rund 31 Mrd. Dollar.
Der Finanzchef rechnet nach eigenen Worten damit, dass in der krisengeschüttelten IT-Branche die Konsolidierung weiter anhalten wird. Der drohende Irak-Krieg wirke sich negativ auf die gesamte Branche aus. Der Konflikt "erzeugt Unsicherheit und Unsicherheit hält Investitionen zurück", sagte Connors. Kurzfristig werde die IT-Flaute weiter anhalten. Langfristig zeigte er sich aber optimistisch, weil Microsoft durch eine breite Produktpalette, Investitionen und eine solide Finanzposition weltweit wettbewerbsfähig bleibe. Zuwächse erwartet er vor allem im Server-Geschäft.
Wachstumsmärkte Deutschland und Japan
Die größten Wachstumsmärkte für Microsoft sieht Connors in Deutschland und Japan. In beiden Ländern blicke der US-Konzern auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Microsoft investiere zudem viel in China, wo in den kommenden Jahren mit einem Durchbruch neuer Informations- und Kommunikationstechnologien zu rechnen sei. "China ist eine großartige langfristige Möglichkeit", sagte der Finanzchef. Der Microsoft-Konzern mit Sitz im amerikanischen Redmond fuhr im Geschäftsjahr 2002 einen Gewinn von rund 7,83 Mrd. Dollar ein. Das Unternehmen mit weltweit 50.000 Mitarbeitern setzte 28,4 Mrd. Dollar um. Auf die größte Auslandsniederlassung Deutschland entfielen schätzungsweise rund zehn Prozent des Umsatzes - genaue Zahlen gibt Microsoft aber nicht an. Die 1983 gegründete deutsche Tochter mit Sitz in Unterschleißheim bei München beschäftigt zur Zeit rund 1.300 Mitarbeiter.
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