Donnerstag, 20. März 2003

Computer-Wurm aus Wut über Irak-Krieg

  • Erboster Schüler aus Schweden verbreitete Computer-Wurm
  • Weiterverbreitung über Microsoft Outlook

Ein offenbar verärgerter schwedischer Schüler hat den Beginn des Irak-Kriegs ausgenutzt, um einen Computer-Wurm in die Welt zu setzen. Der als E-Mail getarnte Wurm namens W32/Ganda-A vervielfältigt sich, sobald die Nachricht geöffnet wird, und schickt sich selbst an alle Adressen weiter, die er im E-Mail-Programm Microsoft Outlook finden kann, wie der Hersteller der Anti-Virus-Software Symantec auf seiner Website mitteilte.

Zudem versuche der Wurm das auf der Festplatte installierte Textverarbeitungsprogramm Microsoft Word und etwaige Anti-Viren-Programme zu zerstören. W32/Ganda-A sei in E-Mails mit verschiedenen Betreffzeilen wie zum Beispiel "Spy pics", "GO USA!!!" und "G.W. Bush animation" versteckt.

Der Urheber habe eine versteckte Nachricht in den Wurm mit einprogrammiert, in der er sich als "Onkel Roger in Hornsand, Schweden" ausgebe. Er werde vom schwedischen Schulsystem diskriminiert, beklage er sich darin: "Dies ist eine Antwort auf acht lange Jahre der Diskriminierung." Für Computer-Nutzer hat ein Technikexperte des Unternehmens Sophos Anti-Virus einen einfachen Rat: "Schöpfen Sie bei unverlangten E-Mails Verdacht." Laut Symantec konnte sich der Wurm bisher nicht großflächig ausbreiten und habe erst etwa 50 Rechner angegriffen. Ihn zu entfernen sei vergleichsweise einfach.

Weitere Informationen:

  • Symantec-Website

    20.3.2003 16:53