Donnerstag, 20. März 2003

Angst vor der Weitergabe wichtiger Informationen

  • Pentagon ruft Webmaster zu mehr Sicherheitsbewusstsein auf
  • Noch immer gelangen kritische Informationen ins Netz

Die US-Streitkräfte kommen um das Internet nicht mehr herum, aber mit dem Ausbruch des Krieges gegen den Irak legt das Pentagon wieder mehr Wert auf die Sicherheit seiner Webseiten. Wie eine Sprecherin der US-Verteidigungsministeriums mitteilte, sind die Militärs unter anderem um die Sicherheit ihrer Basen besorgt. Daneben wird befürchtet, dass wichtige Informationen über Truppenbewegungen, Taktik oder Ausrüstung in die Hände des Gegners fallen könnten. Die Webmaster der US-Streitkräfte werden deswegen aufgerufen, besonders auf sensitive Informationen zu achten.

"Wir brauchen das Internet, um eine größere Effektivität zu erreichen - es ist ein großartiges Medium. Aber wir müssen es mit Hinblick auf Informationssicherheit beachten", erklärte Linda Brown, Pentagon-Spezialistin und zuständig für die Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien des Verteidigungsministeriums im Internet. Inzwischen gehe das Pentagon davon aus, dass die Gegner der USA die Webseiten der US-Streitkräfte regelmäßig überprüfen. Das US-Verteidigungsministerium hat deswegen eine eigene Site für Webmasters eingerichtet, die nochmals alle Richtlinien für Informationssicherheit enthält. Manchmal gelangen noch immer kritische Informationen ins Netz. Diese Vorfälle sind allerdings selten und würden schnell behoben, so Brown.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat bereits im Januar seine Webmaster zur Ordnung gerufen. Damals war die größte Sorge, dass Al-Quaida-Terroristen aus dem Internet Informationen über die US-Streitkräfte erhalten. Diese Anweisung wurde von der Federation of American Scientists kritisiert. Die Organisation, die sich für mehr Transparenz des Militärs einsetzt, fürchtete, dass in Zukunft überhaupt keine Informationen mehr verfügbar gemacht werden. (pte/red)

Weitere Informationen:

  • Defenselink-Website

    20.3.2003 10:09
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