Schwarze Zahlen für EUnet
- EUnet beendet Rumpfgeschäftsjahr im Plus
- Erfolgreicher Neustart gelungen
·Breitband
ISPA fordert Internet-Offensive
Der nach der Insolvenz der KPN Qwest Austria im Juli neu gestartete heimische Internetanbieter EUnet hat das abgelaufene Rumpfgeschäftsjahr (Juli bis Dezember 2002) mit einem positiven Ergebnis beendet. Der Umsatz im zweiten Halbjahr 2002 betrug rund 8,9 Mio. Euro, das Ergebnis vor Steuern wird mit 0,8 Mio. Euro beziffert. Der Cash-Flow vor Steuern und Investitionen habe 1,7 Mio. Euro betragen, teilte das Unternehmen mit.
Für das laufende Geschäftsjahr 2003 zeigt sich EUnet zuversichtlich. Geplant ist ein Jahresumsatz von 19,3 Mio. Euro, das erwartete Ergebnis vor Steuern soll wieder 9 Prozent des Umsatzes ausmachen und damit um 1,74 Mio. Euro liegen. Der Cash-Flow vor Steuern und Investitionen soll auf 2,7 Mio. Euro anwachsen. Vorstandsdirektor Ferdinand Leitner stellt Profitabilität vor Wachstum, zunächst solle die Kundenzufriedenheit erhöht werden. Die Servicequalität soll mit Investitionen in der Größenordnung von 1,2 Mio. Euro verbessert werden, innovative Produkte sind angekündigt. Ziel ist der Ausbau der Position am österreichischen Markt.
Kein kostenpflichtiger Support
Seit dem Neustart im Juli habe sich das Unternehmen der Neuausrichtung und dem Ausbau des Kundenservices gewidmet. Der Aufhebung der kostenpflichtigen Support-Hotline folgten strengere Werte bei den Service-Level-Agreements (SLA) und deren Erweiterung auf Hosting-Dienste. 2002 stand auch im Zeichen neuer Lösungen wie Security-Komplett-Pakete, ADSL-Teleworker, Web-Hosting-Services, sowie neuer Preise bei ADSL-Produkten, Server-Housing und Standleitungen.
Mit derzeit 60 Mitarbeitern betreut EUnet rund 15.000 Kunden. Dazu zählen in Österreich Unternehmen wie AC Nielsen, Allianz, Beko, Der Standard, Duropack, Nordsee, ÖBB, OMV, Siemens und die Wirtschaftskammer Österreich. Bei mehreren Kunden würden derzeit Upgrades der bestehenden Internet-Services durchgeführt.
Erfolgreicher Neustart des Unternehmens
EUnet wurde 1991 als Österreichs erster Business-Internet-Provider gegründet. Angeboten werden außer Internet-Access auch Hosting und Housing, Sicherheitslösungen, VPN, Consulting- und Projektmanagement. Im Jahr 1998 erfolgte die Übernahme durch Qwest und die Umbenennung in KPN Qwest Austria. Das Unternehmen schlitterte im Juni 2002 in die Insolvenz. Im Juli erfolgte der Neustart mit neuen Investoren, die wesentliche Teile aus der Konkursmasse der ehemaligen KPNQwest Austria herausgekauft hatten. Eigentümer sind Global Equity Partners Beteiligungs-Management AG mit 63,29 Prozent und die Volksbank Investment AG mit 36,71 Prozent.
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