Lexikon der Propaganda: Wegen Ansturm geschlossen
- Verstärkter Ansturm und nicht Sabotage die Ursache
- Webpage-Betreiber wollen der USA etwas entgegensetzen
In einer "Enzyklopädie der Propaganda" sollen angebliche Irreführungen und Falschmeldungen der US-Regierung vor einem Irak-Krieg aufgelistet werden. Nach der Ankündigung im Internet war der Server für die "offene Seite" bereits am Montag so überlastet, dass sie nach Angaben der Betreiber vorübergehend geschlossen wurde.
Am Mittwoch vergangener Woche (12. März) hatte das nicht- kommerzielle "Zentrum für Medien und Demokratie" in Madison (US-Staat Wisconsin) über seine am Vortag gegründete Webpage berichtet. Darin wurde die Bevölkerung aufgerufen, eigene Kenntnisse über PR- Interessengruppen und Propaganda beizutragen. Das Ziel sei eine allgemein verfügbare Enzyklopädie der Propaganda mit dem Namen "Disinfopedia". Laut Mitarbeiterin Laura Miller habe man den "Desinformationswaffen" der Regierung etwas entgegensetzen wollen.
Wer am Montag die Seite aufrief, erhielt nur eine Fehlermeldung. Nachdem im Internet bereits Gerüchte kursierten, die Regierung in Washington habe die Seite abgeschaltet, veröffentlichten die Betreiber ihre Erklärung. Darin heißt es, der unerwartet starke Ansturm auf die Seite habe dazu geführt, dass man sie vorübergehend geschlossen habe, um sie auf einen schnelleren Server zu legen.
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