Dienstag, 18. März 2003

Inflationsrate in Österreich im März bei 1,8 %

  • Treibstoffe durch Ölpreis-Anstieg als Preistreiber
  • Technische Instrumente um 1/4 bis 1/6 billiger

Die Inflationsrate ist in Österreich im März auf 1,8 Prozent im Jahresabstand gestiegen. Im Februar und im Jänner hatte die Teuerungsrate nach nationaler Berechnung jeweils 1,7 Prozent betragen, im Dezember 1,8 Prozent.

Der für die Währungsunion berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs blieb dagegen im März mit 1,8 Prozent im Jahresabstand unverändert. Im Jänner und Dezember hatte der HVPI je 1,7 Prozent ausgemacht.

Stark verteuert haben sich im März die Ausgaben für Verkehr, die mit +2,9 Prozent ein Fünftel zur Inflationsrate beitrugen und weiterhin der Bereich mit den größten Auswirkungen auf die gegenwärtige Teuerung waren.

Deutliche Preissteigerungen gab es nach Angaben der Statistik Austria vom Mittwoch bei Kraftstoffen und Schmiermitteln mit durchschnittlich 12 Prozent (Diesel +13 Prozent, Super- und Normalbenzin je +12 Prozent). Mitte März hatten die Treibstoffpreise den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht, sind mittlerweile jedoch schon wieder gesunken.

Mit einem Sechstel zur Jahres-Inflationsrate beigetragen hat im März der Bereich Wohnen, Wasser und Energie (im Schnitt +1,8 Prozent). So wurden etwa Wohnungsmieten um 7,0 Prozent teurer. Kostspieliger waren ferner "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" mit einem Siebentel Inflationsanteil. Preissenkungen gegenüber dem Vorjahr (März 2002) gab es nach Angaben der Statistik Austria vom Mittwoch weiterhin bei der Nachrichtenübermittlung (-1,8 Prozent).

Technische Instrumente um bis zu 25% billiger
Massive Preissenkungen im Jahresabstand gab es bei verschiedenen technischen Geräten wie Digitalkameras (-25 Prozent), PCs (-22 Prozent), Mobiltelefonen (-19 Prozent) und DVD-Playern (-16 Prozent). Der VPI für April, der in einem Monat zur Veröffentlichung ansteht, wird durch die Ende März weggefallene Ambulanzgebühr um 0,12 Prozentpunkte gedämpft werden, erklärte die Statistik Austria außerdem.


Auf der Hitliste der Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr fanden sich im März neben den Treibstoffen und dem Bereich Verkehr unter anderem Bienenhonig (+44 %), Karfiol (+43 %), die Gas-Grundgebühr (+41 %) und Friseurtrainingskurse (+28 %).

Preisdämpfend wirkten dagegen im Jahresabstand - abgesehen von den teils massiven Verbilligungen bei elektronischen Geräten - auch einige Obst- und Gemüsesorten (Tomaten -24 %, Tafelbirnen -20 % und Gurken -16 %), CD-ROMs für Schüler und Studenten (-23 %) und Flugtickets (-16 %).

18.3.2003 10:08