United Airlines beantragt Aufhebung von Tarifverträgen
- Gewerkschaftsverhandlungen zu Gehaltskürzungen gescheitert
Die Muttergesellschaft der zweitgrößten US-Fluggesellschaft United Airlines UAL Corp hat am Montag beim Konkursgericht die Aufhebung der meisten Tarifverträge beantragt. Zuvor waren Verhandlungen mit den Gewerkschaften über langfristige Gehaltseinbußen für die Beschäftigten gescheitert.
United werde vermutlich zusätzlich kurzfristige Lohnkürzungen um mindestens neun Prozent fordern müssen, wenn nicht innerhalb von 30 Tagen eine andere Lösung gefunden werde, teilte das Unternehmen mit. Damit wolle United den Umsatzrückgang angesichts eines drohenden Irak-Krieges auffangen.
Führende Gewerkschafter hatten mit einem solchen Antrag von UAL gerechnet. United hatte ihnen bis Montag eine Frist zur Einwilligung in dauerhafte Lohneinbußen gesetzt.
United Airlines hatte im Dezember als bisher größte Fluglinie Insolvenzantrag nach Kapitel elf des US-Konkursgesetzes gestellt. Die Fluggesellschaft muss nach früheren Angaben Lohnkosten von 2,56 Mrd. Dollar (2,4 Mrd. Euro) im Jahr einsparen, um die dabei vereinbarten Bedingungen zu erfüllen. Die meisten Gewerkschaften hatten bereits kurzfristigen Gehaltskürzungen von insgesamt rund 70 Mio. Dollar im Monat zugestimmt. Die Gewerkschaft der Maschinisten, die keine Einwilligung abgab, war durch ein Gericht zu zeitweisen Einschnitten verurteilt worden.
UAL-Aktien hatten am Montag im Branchentrend um 1,18 Prozent auf 0,86 Dollar zugelegt. Händler begründeten die Kursgewinne mit der Hoffnung der Investoren auf einen kurzen Irak-Krieg.
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