Montag, 17. März 2003

Euro stürzt nach Powell-Rede unter 1,06 Dollar

  • Börsen setzen hingegen zum Höhenflug an

Der Euro hat am späten Montagnachmittag nach der mit Spannung erwarteten Rede von US-Außenminister Colin Powell massiv an Boden gegen den US-Dollar verloren. Gegen 17.00 Uhr MEZ stürzte die Devise unter die Marke von 1,06 US-Dollar auf das bisherige Tagestief von 1,0590 Dollar. Auch gegenüber den Richtwerten von Pfund und Yen verlor der Euro an Terrain. Gegen den Franken tendierte er hingegen gut behauptet.

"Die aktuelle Kursrally an den internationalen Aktienmärkten stärkt anscheinend nun auch dem Dollar den Rücken", kommentierte ein Händler die Entwicklung und verwies auf die jüngsten politischen Entwicklungen in der Irak-Krise. "Einige haben angesichts der aktuellen Meldungen kräftig Dollar zu kaufen begonnen, der Rest war technisch bedingt und vor allem ordergetrieben", hieß es ferner.

Sollte die wichtige charttechnische Unterstützung im Bereich von 1,0665 Dollar nachhaltig unterschritten werden, wäre aus charttechnischer Sicht Platz für einen Rückgang bis auf 1,0450 Dollar, so der Marktteilnehmer weiter.

17.3.2003 17:23