Erster europäischer Eisenbahnerstreik in 5 EU-Ländern
- Protest gegen "wilde Liberalisierungspolitik" in Europa
·Bahn-Streik
TGVs stehen zwei Tage lang still!
·ÖBB-Sparpaket
Gewerkschaft lehnt Holding ab
·Kostensenkung
Bis '06: ÖBB bauen 7.000 Jobs ab
·Vorm Walde
ÖBB-Chef bekräf- tigt Sparprogramm
Eisenbahner-Streiks haben am Dienstag in Frankreich und Italien zu erheblichen Behinderungen geführt. Der Zugverkehr in Frankreich wurde zu weiten Teilen lahm gelegt. In Italien war vor allem der Nah- und Regionalverkehr betroffen, wie die italienischen Staatsbahnen mitteilten. Überregionale und internationale Züge starteten dagegen weitgehend regulär.
In Spanien rief eine kleinere Gewerkschaft die Bahnbeschäftigten auf, kurzfristig in der Früh und am Abend die Arbeit niederzulegen. Zu größeren Störungen kam es dort nicht.
Zu den Aktionen hatten Gewerkschaften in mehreren europäischen Ländern gleichzeitig aufgerufen. Hintergrund ist die von der Europäischen Union betriebene Liberalisierungspolitik im Verkehrswesen. Viele Beschäftigte bangen um ihre Arbeitsplätze und Renten. Allein in Frankreich hatten sieben Gewerkschaften zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.
Zwei von drei Hochgeschwindigkeitszügen TGV seien ausgefallen, teilte die staatliche französische Bahngesellschaft SNCF mit. Manche Strecken wurden gar nicht bedient. Der Eurostar von Paris nach London war jedoch nicht betroffen. Dagegen kam es auf der Thalys-Strecke Paris-Brüssel zu Behinderungen. Besonders stark wirkten sich die Ausfälle im Großraum Paris aus. Lediglich einer von fünf Nahverkehrszügen fuhr regelmäßig.
In Österreich waren sechs Züge von und nach Italien betroffen. Auf der Achse Bologna - München war bereits in Innsbruck vorläufig Endstation. Betroffen waren die Eurocity 81, 87 und 89, die über den Brenner fahren sollten, sowie Richtung Norden die EC 88, 82 und 86 ab Innsbruck.
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