Aus für Concorde bei Air France und British Airways
- Aus für Überschallflugzeug bei Air France am 31. Mai
- Einstellung kostet zwischen 50 und 60 Mio. Euro
·Chronologie
Die Geschichte der Concorde
·Air France
Concorde-Flüge sind kaum rentabel!
·British Airways
Concorde-Flotte ist am Ende!
Das Überschallpassagierflugzeug Concorde wird außer Dienst gestellt. Die "sinkenden Passagierzahlen" machten diese Unterbrechung vor der definitiven Einstellung am 31. Oktober erforderlich, teilte Air France am Donnerstag in Paris mit. British Airways teilte in London mit, ihre Concorde-Maschinen würden Ende Oktober aus dem Betrieb genommen.
Die Einstellung der Concorde-Flüge ab dem kommenden 31. Mai wird die französische Luftfahrtgesellschaft Air France zwischen 50 und 60 Mio. Euro kosten. Dies erklärte der Geschäftsführer der Fluggesellschaft, Jean-Cyril Spinetta, am Donnerstag am Firmensitz in Roissy bei Paris.
Diese Kosten stünden mit der Amortisierung bereits gelagerter Ersatzteile in Zusammenhang. Allerdings vermeide Air France durch die Einstellung der Concorde-Flüge auch Verluste von 30 bis 50 Mio. Euro pro Jahr. fügte Spinetta hinzu. Für das laufende Jahr bezifferte der Geschäftsführer die Verluste mit "rund 50 Mio. Euro".
"Zumal dieses Flugzeug strukturell defizitär ist, ist es vernünftig, die Operationen einzustellen, um über Jahre hinweg die Anhäufung von Verlusten zu vermeiden", betonte Spinetta. Air France und British Airways, weltweit die einzigen Fluggesellschaften mit Concorde-Maschinen, haben sich darauf geeinigt, die Flüge am 31.Oktober endgültig einzustellen. Air France hat den Termin allerdings auf den 31. Mai vorverlegt.
Über die Einstellung der Concorde-Flüge war nach dem bisher einzigen Absturz des Flugzeugs am 25. Juli 2000 immer wieder spekuliert worden. Damals war eine Maschine von Air France kurz nach dem Start vom Pariser Flughafen Roissy brennend in ein Hotel gestürzt. 113 Menschen kamen ums Leben. Ein Metallstreifen auf der Startbahn hatte einen Reifen des Jets zum Platzen gebracht.
Nach erheblichen technischen Veränderungen nahmen Air France und British Airways am 7. November 2001 die Concorde wieder auf den klassischen Transatlantik-Routen Paris-New York und London-New York in Betrieb. Seither gab es bereits mehrere Pannen mit glimpflichem Ausgang. British Airways hatte Ende Februar mitgeteilt, das Unternehmen denke über eine Einstellung der Concorde-Flüge nach. Die Air France betonte zu diesem Zeitpunkt noch, sie wolle an dem Flugzeug festhalten.
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