Ölpreis steigt nach Bushs deutlichen Kriegssignalen
- "Markt stellt sich auf Krieg" ein
·Schon wieder!
Diesel und Heizöl um 2 Cent teurer!
·OPEC reagiert
Fördermengen freigegeben
·Ölpreis-Anstieg
Die Entwicklung des OPEC Crude Basket
·Öl-Quellen
Der Irak hat seine Bohrtürme vermint!
Der Ölpreis ist am Montag um mehr als einen Dollar gestiegen, nachdem US-Präsident George W. Bush am Vortag deutliche Signale für Ende der Diplomatie gegenüber Irak gegeben hatte.
Händler rechnen damit, dass durch einen Krieg der Nachschub aus dem Nahen Osten gestört werden könnte. Von dort kommen rund 40 Prozent der weltweiten Ölexporte. Mit dem ersten Schuss dürfte der Ölpreis einen weiteren Schub bekommen. Wie er sich weiter entwickle, werde vom Kriegsverlauf abhängen.
OPEC will Lücken füllen
OPEC-Generalsekretär Alvaro Silva Calderon bekräftigte in einem Interview, dass die OPEC - sollte es im Irak-Kriegsfall zu einer Verknappung der Ölversorgung kommen - zur Zeit Förderreserven von 2 bis 4 Mio. Barrel pro Tag habe, "die wir sehr schnell einsetzen könnten, um Lücken auszufüllen" und damit "die Stimmung auf den Ölmärkten zu beruhigen". Eine ganze Reihe von Ländern habe noch freie Kapazitäten, nicht nur Saudi-Arabien, sondern etwa auch Venezuela.
Laut Dow Jones haben die OPEC-Staaten im Februar - ohne Irak - 24,701 Mio. Fass Erdöl pro Tag produziert. Der Irak, der im Kriegsfall als Ölproduzent zunächst ausfallen würde, exportiere zwischen 1,5 und 2 Millionen Barrel pro Tag, hieß es in dem "Tagesspiegel"-Bericht.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist am Freitag - noch vor dem Azoren-Gipfel vom Wochenende - auf 30,98 Dollar (28,75 Euro) pro Fass zurückgegangen, nach 32,42 Dollar, wie die OPEC am Montag an ihrem Sitz in Wien bekannt gab.
Im Wochenschnitt legte der OPEC-Korbpreis um 48 Cent auf 32,72 Dollar pro Barrel (159 Liter) zu. Der höchste Wert wurde vergangene Woche am Montag, dem 10. März, mit 33,11 Dollar erreicht. Dies war zugleich der höchste Stand seit zweieinhalb Jahren.
Zeit für Diplomatie vorbei
Bush hatte auf einem Gipfeltreffen mit dem britischen Premierminister Tony Blair und dem spanischen Ministerpräsidenten Jose Maria Aznar am Sonntag der UNO noch einem Tag Zeit gegeben, eine neue Irak-Resolution mit einem klaren Ultimatum und einer Kriegsandrohung zu verabschieden. Ansonsten wäre die Zeit für Diplomatie vorbei.
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