Auftakt Strafprozess zur Elf-Affäre mit 37 Angeklagten
- Paris: Acht Jahre nach Beginn der Ermittlungen
- Urteil frühestens im Juli

Nach achtjährigen Ermittlungen beginnt in Paris das Hauptverfahren zur Elf-Affäre und dem weltweiten Korruptionsnetz des ehemaligen staatliche Elf-Ölkonzerns. Insgesamt 37 Angeklagte sehen sich mit dem Vorwurf konfrontiert, mindestens 183 Millionen Euro für dubiose Bestechungspraktiken eingesetzt und sich dabei zum Teil persönlich stark bereichert zu haben.
Unter den Angeklagten befinden sich der langjährige Elf-Chef Loik Le Floch-Prigent sowie sein Finanzjongleur Alfred Sirven, die beide wegen anderer Vergehen während ihrer Tätigkeit bei Elf bereits verurteilt und inhaftiert sind. Ende April wird die Teilaffäre um den ostdeutschen Leuna-Konzern und die Minol-Tankstellen erörtert, bei deren Erwerb Elf vor gut zehn Jahren 39 Millionen Euro an Kommissionen bezahlte. Das Urteil im Elf-Prozess ist frühestens im Juli zu erwarten.
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