Montag, 17. März 2003

Beamte nehmen Verhandlungen mit Regierung auf

  • Über nachträgliche Inflationsabgeltung für 2002

Die Beamten nehmen heute nachmittag die Verhandlungen mit der neuen Regierung auf. Es geht dabei um ein Problem, das noch die alte Regierung hinterlassen hat - nämlich die nachträgliche Inflationsabgeltung für das Jahr 2002. Die Beamten hatten für das Jahr 2002 eine Gehaltserhöhung von 0,8 Prozent erhalten, mit der Aussicht auf Nachschlag, wenn die Inflation höher ist.

Über die Formulierung des damaligen Gehaltsabkommens scheiden sich allerdings die Geister: "Ab 1.1. 2002 werden die Bezüge um 0,8 Prozent erhöht; zum 1.1. 2003 erfolgt eine Überprüfung der tatsächlichen Jahresinflationsrate für 2002 und eine sich daraus ergebende Anpassung", heißt es in der Vereinbarung. Die Inflationsrate für 2002 lag bei 1,8 Prozent, die Differenz beträgt damit einen Prozentpunkt.

Für die GÖD ist damit klar, dass die Nachzahlung diesen einen Prozentpunkt ausmachen muss, diskutieren könne man nur über die Aufteilung. Die Haltung der neuen Regierung dazu ist noch nicht klar. Die in der alten Regierung zuständige Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F) jedenfalls hatte keinen Grund für eine volle Nachzahlung der Inflation gesehen.

Nach einigem Hin und Her ist inzwischen auch geklärt, wer nun für die Regierung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) am Verhandlungstisch gegenüber sitzt: Finanzminister Karl-Heinz Grasser und sein Staatssekretär Alfred Finz (V) werden es zumindest in der ersten Runde sein.

17.3.2003 08:16