Am Donnerstag entscheidet sich Herzogs Teamzukunft
- "Teamchef braucht eine Mannschaft für die nächsten Jahre"
- PLUS: Alle Team-Spiele unter Hans Krankl!
·Andi Herzog
Die Teamkarriere von 1988 bis heute
·Aufstellung
Diese Elf kämpfte gegen Tschechien!
·Team-Training
Krankl sah "große Begeisterung"
·Geehrt!
Silbernes Ehrenzei- chen für Krankl
·Steckbrief
Vom Parkkicker zum ÖFB-Teamchef
·DIE BILDER
Alle Team-Spiele unter Hans Krankl
Am Donnerstag entscheidet sich, ob Österreichs Fußball-Rekordnationalspieler Andreas Herzog seine Teamkarriere fortsetzen wird. Wenn ÖFB-Teamchef Hans Krankl um 11.00 Uhr im "Hilton Vienna Danube" am Wiener Handelskai seinen Kader für das freundschaftliche Länderspiel gegen Griechenland am 27. März in Graz und den EM-Qualifikationsschlager gegen Tschechien am 2. April in Prag bekannt gibt, dann wird man wissen ob Herzog mit 100 Länderspielen in die Annalen eingehen wird oder weiterhin ein Thema für die österreichische Nationalmannschaft ist.
Am 20. November hatte Herzog im Hanappi-Stadion gegen Norwegen die "Schallmauer" von 100 Länderspielen erreicht, ob er nun aber auch im Jahr 2003 in den Plänen von Hans Krankl vorgesehen ist, weiß der 34-jährige Rapidler noch nicht. "Ich habe vom Teamchef noch nichts gehört und lasse mich selbst überraschen." Eines ist für den Routinier klar: "Dass ich für die EM 2008 im eigenen Land schon zu alt bin ist klar, aber wir brauchen auch eine Mannschaft für die restlichen EM-Qualifikationsspiele in dieser Saison und für die WM-Ausscheidung 2006."
"Qual der Wahl?"
"Ich mische mich nicht ein, aber wen willst Du nehmen? Die meisten Legionäre kommen nicht zum Einsatz und bei der Austria spielen nur drei Österreicher", so Herzog zur "Qual der Wahl" des Teamchefs. Hans Krankl hatte im Teamtrainingslager in Italien Anfang März auf die Routiniers Andi Herzog und Harald Cerny verzichtet. Ivica Vastic ist seit seinem Japan-Engagement nicht mehr bereit, die Flugstrapazen auf sich zu nehmen und Michael Baur findet zur Zeit beim Hamburger SV unter Kurt Jara so wie Richard Kitzbichler keine Berücksichtigung.
Herzilein will dabei sein
"Ich habe eine gute Vorbereitung gehabt und bin gut in Form, es würde mich freuen, wenn ich dabei wäre. Denn ich glaube, dass ich den jungen Spielern immer noch helfen könnte", so Teamkapitän Herzog. Die Situation bei Rapid wäre ähnlich wie im Team: "Ich kann alleine nichts machen, dazu gehört eine Mannschaft. Ich will manchmal zu viel, weil ich hohe Ansprüche an mich stelle. Beim Derby waren viele mit dem 1:1 zufrieden, aber ich wollte unbedingt gewinnen, denn die Austria war fällig."
Wo ist der Ball?
"Ich wollte von Bremen nach Wien zurück und mit Rapid um den Meistertitel mitspielen. Aber das klappt bisher nicht und darum fehlt mir auch die Lockerheit. In Bremen haben die Spieler gewusst, wo ich den Ball hinspiele. Wenn ich geschrien habe, weil ich 'heiß' war, dann haben sie gesagt: Lass den Andi schreien. Doch die Ergebnisse haben gestimmt."
"Der größte Trottel!"
"Ich will noch weiterspielen. Das es nicht mehr für Deutschland und Spanien reicht, ist klar. Ich bin im vergangenen Jahr nicht an meine Leistungsgrenze gekommen, weil ich mich ganz blöd verletzt habe. Ich habe bei einem Spiel gegen eine Werbetafel getreten und dann nur mehr mit Schmerzen gespielt. Ich wollte aber nichts sagen, weil die Leute hätten gesagt, dass ist der größte Trottel!"
Auf einem 'Schweinsplatz' trainiert
"Am Positivisten in Österreich ist die Unterstützung der Fans. Sie sind immer zu mir gestanden und dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Obwohl wir bei Rapid unter Matthäus auf einem 'Schweinsplatz' trainiert haben und ich nie an meine Leistungsgrenze gekommen bin, haben sie bei jeder guten Aktion gesungen: Andi Herzog, der Beste auf der Welt. Das macht mich stolz, und ich möchte noch etwas zurückgeben."
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