Moldawien darf in EM-Quali nicht in Chisinau spielen
- EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich am 7. Juni in Tiraspol?
- PLUS: Alle Team-Spiele unter Hans Krankl!
·Griechen-Test
Herzog will gegen Rehhagel gewinnen
·Team-Training
Krankl sah "große Begeisterung"
·ÖFB-Team
Streik: Heimreise verzögerte sich
·Alex Manninger
Wieder auf dem Weg zur Nummer 1
·Aufstellung
Diese Elf kämpfte gegen Tschechien!
·Andi Herzog
Die Teamkarriere von 1988 bis heute
·Geehrt!
Silbernes Ehrenzei- chen für Krankl
Österreichs Fußball-Nationalmannschaft muss am 7. Juni in der EM-Qualifikation in Moldawien wohl eine unerwartete Reise antreten. Die UEFA verbot Moldawien die Heimspiele in Chisinau auszutragen, da das Stadion in der Hauptstadt nicht den europäischen Standards entspricht. Schon gegen die Niederlande muss Moldawien am 2. April in Tiraspol im Sheriff-Stadion antreten. Die zweitgrößte Stadt des Landes, ist Hauptstadt der abtrünnigen Region Transnistrien.
Der GAK hatte dort im Juli 2002 in der Champions League-Qualifikation spielen müssen. Normal darf man sich ohne Visum nur wenige Stunden in der von keinem Staat anerkannten Dnjestr-Republik aufhalten, die sich nur wenige Wochen nach der Staatsgründung der Republik Moldawien 1991 unabhängig erklärt hat. Der Status des linken Dnjestr-Ufers, das ursprünglich zur Ukraine gehört hatte und 1945 mit der damals errichteten Sowjetrepublik Moldawien vereinigt wurde, ist weiter ungeklärt. Während die Einwohner Moldawiens überwiegend ethnische Rumänen sind, spricht die slawische Mehrheit in Transnistrien mehrheitlich Russisch und Ukrainisch.
ÖFB buchte in Chisinau bereits Quartier
Dass die Europäische Fußball-Union am Montag über das Stadion in Chisinau mangels Standards ein Verbot für alle UEFA-Bewerbsspiele verhängte, verwundert nicht. ÖFB-Teammanager Werner Germ, der sich in der vergangenen Woche im Hinblick auf das EM-Qualifikationsspiel vier Tage in Moldawien aufgehalten hatte, fand für die Entscheidung Verständnis. "Das Stadion sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, so was habe ich noch nie gesehen", schilderte der frühere Sportjournalist seine Eindrücke.
Austragungsort noch ungewiss
Wo Österreich am 7. Juni antreten wird, will der moldawische Fußball-Verband laut Informationen von Germ bis 2. April entscheiden. "Es herrscht politischer Zank zwischen der rumänischen Bevölkerungsgruppe im Raum der Hauptstadt Chisinau und der von Russen dominierten Region um Tiraspol", sagt Germ. Die zweitgrößte Stadt des Landes ist die Metropole der abtrünnigen Provinz Transnistrien und als Austragungsort eine Alternative zur Stadion-Ruine von Chisinau.
Reise mit vielen Hürden
Tiraspol verfügt über eine neue, moderne Arena mit Rasenheizung, in der der Klub Sheriff beheimatet ist. Dort musste auch der GAK im Juli in der Champions League-Qualifikation antreten. "Das Stadion soll von einem ehemaligen Geheimdienstchef mit privaten Mitteln errichtet worden sein", so Germ, nach dessen Meinung Tiraspol kein Länderspiel veranstalten möchte. Sollte Österreich aber dort antreten müssen, dann erwartet Hans Krankl und seine Truppe auf alle Fälle eine Reise mit vielen Hürden.
Alte Ostblockzeiten
"Die rund 70 km vom Flughafen Chisinau nach Tiraspol ist durch eine Rumpelstraße verbunden. Außerdem sind für diese Reise wie zu alten Ostblockzeiten von den Behörden Genehmigungen einzuholen", erzählt der 43-jährige Wiener. Der Nachfolger des zur UEFA gewechselten Burgenländers Georg Pangl hat während seiner Moldawien-Reise in Chisinau auch das Hotel für die österreichische Mannschaft gebucht. "Das Quartier ist neu und tadellos."
Cannes20:06
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
Grand Prix von Monaco17:07
Webber holt Monte CarloAustralier ist sechster Sieger im sechsten Rennen. Gerüchte um Vettel-Wechsel.
