Dienstag, 18. März 2003

Spanien und Italien die dominanten CL-Nationen

  • Im Viertelfinale trifft sich Europas "creme de la creme"
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Spanien und Italien sind die beiden dominanten Nationen der laufenden Champions-League-Saison. Die beiden fußball-verrückten südeuropäischen Länder sind nach Abschluss der Zwischenrunde am Mittwoch mit je drei Teams im Viertelfinale vertreten (FC Barcelona, Real Madrid, Valencia CF bzw. AC Milan, Inter Mailand, Juventus Turin), England (Manchester United) und die Niederlande (Ajax Amsterdam) komplettieren das Achter-Feld mit je einer Mannschaft.

In der Runde der letzten Acht trifft sich im April (8./9. und 22./23. April) die "creme de la creme" des europäischen Fußballs, bis auf Valencia (Finalist 2000 und 2001) haben bereits alle Teams zumindest ein Mal den Meister-Cup bzw. die Champions-League-Trophäe in die Luft stemmen dürfen, insgesamt bringen es die Teilnehmer auf ganze 25 Titel.

Italien ist wieder in Mode
Vor allem das Comeback der "Azzuri" ist Balsam für die italienische Fußball-Seele, die zuletzt zwei Saisonen ohne Viertelfinal-Teilnehmer in der Champions-League, das enttäuschende Out im WM-Achtelfinale in Asien sowie schwere Finanzkrisen der Vereine zu verdauen hatte. Nun ist Italien endlich wieder in Mode, vom verstaubten "catenaccio" ist nur mehr wenig zu bemerken. Am Freitag bei der Auslosung in Nyon (12:30 Uhr) dürfen sich also Milan, Inter und Juve auf ihre Viertelfinal-Duelle im April freuen.

Jubel im spanischen Blätterwald
Die spanische Armada wird von Titelverteidiger Real Madrid angeführt. Die Madrilenen belegten in Gruppe C aber nur Rang zwei hinter Milan und werden somit auf einen der Gruppensieger Barcelona, Valencia und Manchester treffen. Ein rein-spanisches Duell scheint also wie auch ein Italien-internes Treffen äußerst wahrscheinlich zu sein. "Die Champions League gehört uns. Wir sehen uns im Finale in Old Trafford", jubelte bereits die spanische Zeitung "Marca".

Arsenal wieder nicht im Viertelfinale
Zum Verzweifeln ist die Mission "Champions-League-Titel" langsam aber sicher für alle Fans von Arsenal London. Trotz teilweise sensationellem Fußball im Laufe der Saison hat es der englische Meister nach dem 1:2 in Valencia zum zweiten Mal in Folge nicht geschafft, ins Viertelfinale der Meister-Liga vorzustoßen. Der bitter enttäuschte Arsenal-Manager Arsene Wenger machte die mangelnde Champions-League-Erfahrung seiner Truppe für das Out verantwortlich und verwies in dieser Hinsicht auf das (negative) Beispiel Valencia.

Frust über Zeitschinden
"Nach dem 2:1 war das kein Spiel mehr. Jedes Mal, wenn wir dem Strafraum nahe gekommen sind, hat sich ein Valencia-Spieler niedergelegt. Es war uns unmöglich, Fußball zu spielen", spricht der Franzose das erfolgreiche Zeitschinden des Champions-League-Finalisten 2000 und 2001 an. Frust pur also bei den vor der Saison hoch gehandelten Londonern, die noch nie weiter als bis ins Viertelfinale der Champions-League vorgestoßen sind.

John Carew als Schreckgespenst
Und wie vor zwei Jahren (Viertelfinal-Out gegen Valencia) wurde wieder John Carew zum Arsenal-Schreckgespenst. In der Saison 2000/2001 hatte der England-Fan aus Norwegen am 17. April 2001 das entscheidende Tor gegen Arsenal geschossen, nun sorgte der 1,94-m-Riese beim 2:1 gleich für beide Treffer. "So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt. Das war mein bestes Spiel für Valencia", jubelte Carew.

Remis in allen drei Heimspielen
"Wir müssen uns aber nicht schämen, wir hatten einfach Pech", machte Wenger dem Klub nach nur einer Niederlage in sechs Zwischenrunden-Partien weiter Mut. Vergeben hat Arsenal die Chance in den Heimspielen, die alle drei Remis endeten, während es in den Jahren zuvor vor allem auswärts nicht geklappt hatte.

Ajax träumt vom alten Glanz
Von der Rückkehr zu altem Glanz träumt Ajax Amsterdam, nachdem sich die junge Truppe von Coach Ronald Koeman mit einem 1:1 auswärts gegen AS Roma zum ersten Mal seit 1997 wieder für das Viertelfinale qualifiziert hat. Beflügelt durch das Tor in der ersten Minute von Andy van der Meyde behielt Ajax in Rom kühlen Kopf und verhinderte den totalen Durchmarsch der Italiener. "Nur Roma ist beim Fest nicht dabei", klagte "La Stampa".

18.3.2003 14:32