Mittwoch, 19. März 2003

Bundesliga-Klubs mit "Pfitschigogerl" ins Viertelfinale

  • Kartnig will "blaue Briefe" verteilen
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Mit Sturm Graz, SV Ried, SV Salzburg und dem FC Kärnten stehen zumindest vier Klubs aus der T-Mobile Bundesliga im Viertelfinale des Österreichischen Fußball-Memphis-Cups. Am (heutigen) Mittwoch haben noch Rekordsieger Austria Wien und Cupholder GAK die Chance, diese Quote zu erhöhen. Erstliga-Tabellenführer SV Mattersburg und Regionalliga West-Spitzenreiter SpG WSG Wattens/Wacker Tirol komplettieren die Auslosung der Runde der letzten acht.

Nur noch 1.500 Unentwegte "strömten" zum 3:0-Sieg des SK Sturm ins vor gar nicht allzu langer Zeit noch bei Heimspielen stets volle Schwarzenegger Stadion nach Graz-Liebenau. Die mitgereisten Sportklub-Anhänger waren trotz der Niederlage nicht böse auf ihre Mannschaft und feierten ihr Team auch nach dem Schlusspfiff. Auf der Gegenseite war Hannes Kartnig einmal mehr gar nicht zum Feiern zumute: "Bei uns sind einige Spieler dabei, die mir überhaupt nicht gefallen haben. Im Sommer wird es für diese den blauen Brief geben. Es ist ja kein Pfitschigogerlspiel."

Ried am Rande einer Niederlage
In Untersiebenbrunn brachte der SC InterWetten.com die Rieder 120 Minuten lang an den Rand einer Niederlage. Lediglich die Abschluss-Schwäche der Niederösterreicher und viel Glück (so scheiterte Peter Stöger an der Stange) bewahrten die "Wikinger" vor dem Ausscheiden. Auch Ried-Coach Gerhard Schweitzer gab zu: "Untersiebenbrunn hat kampfstark gespielt und war der erwartet schwere Gegner. Wir waren die Glücklicheren."

Kärnten musste in Verlängerung
Ebenfalls in die Verlängerung musste der FC Kärnten, der sich letztlich gegen Blau-Weiß Linz aber klar 3:0 durchsetzte. Der Nachfolgeverein des legendären SK VÖEST trat im viel zu großen Gugl-Oval an und hatte dort nicht den Heimvorteil des Donaupark-Stadions zur Verfügung. Salzburg kam beim Favoriten-Killer RSC Altach durch einen Schriebl-Treffer 1:0 weiter und erhielt damit die Europacup-Hoffnungen am Leben. Im eigenen neuen EM-Stadion dürfte man dann aber nicht spielen. Dem Kunstrasen sei dank.

"Mir sein FC Wacker Innsbruck!"
Die meisten Zuschauer kamen nicht zu den Spielen der T-Mobile Bundesliga-Klubs, sondern nach Innsbruck und Hartberg. Im Tivoli neu setzte sich der Spitzenreiter der Regionalliga West trotz mangelnder Meisterschaftspraxis gegen Erstligist FC Lustenau 5:3 nach Verlängerung durch, Koejoe brachte die Fans des Tirol-Nachfolgeklubs (Transparent: "Mir sein FC Wacker Innsbruck!") zum Toben.

5.000 Zuschauer in Hartberg
In Hartberg sahen über 5.000 Zuschauer einen tapfer kämpfenden Führender der Regionalliga Mitte gegen den designierten Meister der Ersten Liga. Nur die Innenstange verhinderte nach der Pause den Ausgleichstreffer und eine mögliche Verlängerung. Mattersburg-Coach Werner Gregoritsch war erleichtert: "Wir haben zu kämpfen gehabt. Über den Aufstieg freue ich mich sehr."

Ergebnisse ÖFB-Cup-Achtelfinale
Altach - Salzburg0:1 (0:0)
Wattens/Wacker - FC Lustenau5:3 n.V.
BW Linz - FC Kärnten0:3 n.V.
Untersiebenbrunn - SV Ried1:2 n.V.
Sturm Graz - Sportklub3:0 (2:0)
Hartberg - Mattersburg0:1 (0:1)
Bad Bleiberg - Austria0:2 (0:1)
Arnfels - GAK0:4 (0:2)

19.3.2003 12:50