Rekordsieger & Titelverteidiger auf dem Cup-Prüfstand
- Austria muss zum Rapid-"Töter"; GAK zu Kocijan und Co.
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Alle Finalspiele: Austria Wien ist Rekordsieger
Die ersten fünf Aufsteiger ins Viertelfinale des ÖFB-Memphis-Cups wurden schon am Dienstag Abend ermittelt. Heute stehen der Rekordsieger und der Titelverteidiger auf dem Fußball-K.O.-Prüfstand. Die Wiener Austria, die die Trophäe bereits 22 Mal gewonnen hat, muss nach der 0:1-Blamage gegen SV Pasching nach Villach zum Erstligisten BSV Bad Bleiberg, der GAK bestreitet ebenfalls auswärts gegen den Landesligisten FC Arnfels ein steirisches Derby.
Als Daum am Dienstag Nachmittag nach dem Training mit 16 Spielern in den Austria-Bus Richtung Kärnten stieg, fehlte von den prominenten Spielern nicht nur Djalminha und der verletzte M. Wagner. Keine Berücksichtigung fanden Julio Cesar, der den Paschingern mit seiner Kopfvorlage den Sieg ermöglicht hatte, Helstad, Kahraman, Hasek, der nach seiner Sperre wieder zur Verfügung gestanden wäre, Hopfer, Rothbauer und Pircher. Gegenüber dem Pasching-Spiel rücken dafür Linz und Akoto in das Cup-Aufgebot. Der Austria-Trainer sprach mit seinen Schützlingen intern ein ernstes Wörtchen. Mit diesem hatte er absichtlich gewartet. "Man kann dann nämlich viel sachlicher und besser reden. Wäre ich unmittelbar nach dem 0:1 in unsere Kabine gegangen, hätte es viele Beleidigungsklagen gesetzt", vermutet der Deutsche.
Daum fordert mehr Einsatz
Daum geht es in Kärnten nicht so sehr um Wiedergutmachung, sondern viel mehr um ein Signal in Sachen Einsatz. "Wir müssen den Kampf suchen, die Zweikämpfe annehmen und über den Kampf zum Spiel finden. Diese Tugenden stehen für mich in Zukunft im Vorderung", betonte der Feldherr. Gegen einen abermals hochmotivierten und kampfstarken Gegner wie Bleiberg würden spielerische Mitteln allein nicht genügen.
Bleiberg hat Lunte gerochen
"Der Grad zwischen Selbstvertrauen und Überheblichkeit ist so schmal, dass man schnell in Nachlässigkeiten verfällt. Und wenn wir nur 95 Prozent spielen, dann können unsere Gegner mithalten." Der Underdog aus dem Kärntner Hochtal hat jedenfalls schon Lunte gerochen. "Wer gegen die Austria frech drauflos spielt, kann sie auch schlagen. Das hat Pasching vorexerziert", sagt Bleiberg-Trainer Helmut Baic, der die stärkste Elf aufbietet kann. Der Tabellensechste hat in der zweiten Runde Rekordmeister Rapid durch ein 2:0 eliminiert und nun den zweiten Coup im Visier.
Größtes Spiel der Klubgeschichte
Zumindest von der Kulisse ein ganz heißer Tanz erwartet die "Roten Teufel" im südsteirischen Ort Arnfels. Der mit zehn Punkten Vorsprung voranliegende Tabellenführer der steirischen Landesliga (16 Spiele: 13 Siege, drei Remis, 49:11 Tore) fiebert dem größten Spiel der Klubgeschichte entgegen. "Wir werden 3.500 bis. 4.000 Zuschauern reinquetschen. Es wird ein riesiges Volksfest", sagt Präsident und Bauunternehmer Karl Schleich, der einst im GAK-Vorstand saß und auch noch heute ein glühender Fan der Rotjacken ist. Aber ein solcher sei er für dieses Spiel natürlich nicht.
Schoko zeigt Respekt vor Arnfels
Walter Schachner, der 2003 nach fünf Liga-Spielen bei vier Siegen und einem Remis (12:2 Tore) hält, zeigt Respekt, aber keine Angst vor dem Außenseiter. "Der Gegner hat mit den zwei früheren Sturm-Spielern Kocijan und Popovic Reginalliga-Niveau. Wenn wir ihn nicht von der ersten Minute an zu 100 Prozent ernst nehmen, bekommen wir Probleme", meint der GAK-Coach, der Keeper Sven Scheuer debütieren lässt. Bazina und Kollmann sind wieder fit, auch Brunmayr hat schon wieder trainiert. Tutu verabschiedete sich vorerst nach China.
