Pasching-Erfolge ein "Aufstand der Hungrigen"
- Zellhofer mit der "Denkerstirn" als "Vater des Erfolgs"
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Die Erfolgsserie des SV Pasching, der am Sonntag auch die "Millionarios" der Wiener Austria entzauberte, findet auch im deutschen Fachmagazin "kicker" ihren Niederschlag. In der Montag-Ausgabe war der Titel "Daum erlebte Heimpleite gegen die 'Provinzler' aus Pasching" zu lesen, in der Newsletter-Ausgabe kicker online (info@kicker.de) wird der Sensationslauf der Oberösterreicher als "Aufstand der Hungrigen" bezeichnet.
"Auch Österreich hat sein Chievo. Die 'Provinzler' aus Pasching haben die Herzen der Fußball-Anhänger in der Nachbarrepublik im wahrsten Sinne des Wortes im Sturm erobert und tun es derzeit dem sympathischen Serie-A-Klub aus Verona nach. Wäre nicht die Übermannschaft Austria aus der Donau-Metropole Wien, die Oberösterreicher würden die österreichische Bundesliga derzeit sogar anführen. Namhafte Konkurrenten wie Rapid Wien oder Sturm Graz können ob des Abschneidens des Liganeulings nur erstaunt den Hut ziehen", heißt es in der deutschen Fußball-Gazette.
"So kämpft der SV Plus City als zu Hause noch ungeschlagener Tabellenzweiter immerhin um eine Teilnahme am UEFA-Cup, sogar von der Champions League darf geträumt werden. Und das, nachdem der 'Dorfverein' noch bis 1998 in der 1. Landesliga kickte." Als "Vater des Erfolgs" wird klarerweise Trainer Georg Zellhofer ausgemacht: "Der 42-Jährige mit der Denkerstirn kam 1996 nach Pasching, als der Klub in der 2. Landesliga zu Gange war. Gut sechs Jahre später, im September 2002 demütigte sein Team in neunten Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte den hohen Favoriten Austria Wien im mit 6.000 Fans ausverkauften Waldstadion beim 3:1-Erfolg. Die "Veilchen"-Stars um die beiden Brasilianer Djalminha und Julio Cesar schlichen wie geprügelte
Hunde vom Platz."
"Auch im Rückspiel an diesem Wochenende gelang Pasching die Sensation: Bei der unter Trainer Christoph Daum inzwischen deutlich die Liga dominierenden Austria entführte die Elf von Motivationskünstler Zellhofer mit einem 1:0-Erfolg drei Punkte. Der eingebürgerte Ex-Austrianer George Datoru ließ seine Mannen im Horr-Stadion nach 57 Minuten jubeln, für die Heimelf hagelte es ein Pfeifkonzert. Immerhin konnte Pasching den Abstand zum Tabellenführer so auf zehn Punkte verkürzen."
Der "Kicker" prophezeit eine glorreiche Zukunft: "Beim SV Pasching ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Und der Name Zellhofer steht schließlich für Erfolg. Im nächsten Jahr vielleicht sogar auf europäischer Ebene."
