Kimi Räikkönen feiert in Sepang seinen ersten GP-Sieg!
- Vor Barrichello und Renault-Sensationsmann Alonso
- PLUS: Die Bilder des McLaren-Triumphs von Sepang
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Die 17 GP´s und Schumis Triumph!
Die "neue" Formel 1 bleibt auch ohne Regen-Dramaturgie ein Knüller und McLaren-Mercedes das dominierende Team. Zwei Wochen nach dem Überraschungssieg von David Coulthard in Melbourne setzte sich am Sonntag beim GP von Malaysia mit Kimi Räikkönen erneut ein "Silberpfeil" durch. Der 23-jährige Finne feierte vor Rubens Barrichello (Ferrari) und dem spanischen Sensations-Mann Fernando Alonso (Renault) seinen ersten GP-Sieg und übernahm auch die Führung in der WM. Weltmeister Michael Schumacher wurde nur Sechster.
Der zweimalige Sepang-Sieger Michael Schumacher war am schlechtesten Ergebnis seit seinem Ausfall am 29. Juli 2001 in Hockenheim durchaus selbst schuld. Der von Platz drei ins Rennen gegangene Deutsche fuhr schon in der zweiten Kurve dem vor ihm liegenden Renault-Piloten Jarno Trulli ins Heck, musste dadurch in der vierten Runde zur Reparatur an die Box und als Unfall-Verursacher in der neunten Runde erneut wegen einer Drive-through-Strafe durch die Boxenstraße. So kam Schumi auf insgesamt vier Boxenstopps und war damit ohne Chance auf einen Podestplatz.
Coulthard von Defekt gestoppt
Zu diesem Zeitpunkt war David Coulthard längst nicht mehr im Rennen. Nach Problemen mit der Elektrik blieb der McLaren-Mercedes des Schotten in der dritten Runde stehen. "Schade, das wäre ein Doppelsieg geworden", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Der Sieger des ersten WM-Laufes musste zusehen, wie sein "Silberpfeil"-Kollege Räikkönen an der Spitze fuhr. In der 15. Runde übernahm der junge Finne die Führung und gab sie wegen eines Boxenstopps in der 20. Runde nur noch für zwei Runden an Barrichello ab.
Premierensieg für den "Iceman"
Räikkönen, der schon zwei Mal kurz vor einem Sieg gestanden hatte, fuhr absolut fehlerfrei und schließlich dank für die Hitze perfekter Michelin-Reifen von Startplatz sieben aus zu seinem ersten Sieg. Im Ziel hatte er 39,2 Sekunden Vorsprung auf Barrichello. "Die letzten 20 Runden waren locker", sagte der coole Finne trotz der Gluthitze und machte seinem Spitznamen "Iceman" alle Ehre. "Ich werde wohl erst morgen wirklich begreifen, dass ich erstmals gewonnen habe. Aber klar ist, dass es die neuen Regeln leichter machen von hinten zu gewinnen."
Kranker Alonso bestätigt Quali-Leistung
Und nicht nur das. Auch das zweite Saison-Rennen war spannend, vor allem in der Anfangsphase tat sich einiges. Und dass mit Räikkönen und Alonso zwei junge Fahrer auf dem Podest standen, erstaunt ebenfalls. Räikkönen ist 23, Renault-Pilot Fernando Alonso erst 21. Der jüngste Pole-Mann der Formel-1-Geschichte ist auch der erste Spanier auf dem Podest seit Alfonso de Portago 1956 in Silverstone. Und das, obwohl Alonso mit 38,5 Grad Fieber an den Start gegangen war.
Schumi verschwand kommentarlos
Während auch Williams-BM-Pilot Ralf Schumacher nach verpatztem Training (17.) und Stress durch die Boulevard-Presse wegen vermeintlicher Homsexualität mit Platz vier sehr zufrieden war, verschwand Michael Schumacher nach dem Rennen kommentarlos um Briefing im Ferrari-Bus. Obwohl seine Fehde mit Trulli eher dem Italiener geschadet hatte als ihm selbst.
McLaren-Mercedes im Höhenflug
Die beiden kamen einander noch zwei Mal in die Quere. Beim Dreikampf Button-Trulli-Schumacher hätte es fast eine zweite Kollision zwischen dem Deutschen und dem Italiener gegeben, nach einem Dreher des Renault-Piloten im Finish fuhren die beiden wieder Schnauze an Heck. Nach zwei Rennen hat Michael Schumacher damit acht Punkte und gleich viel Zähler wie sein in Australien ausgeschiedener Teamkollege Barrichello. Klarer Leader ist Räikkönen mit 16 Punkten vor Coulthard (10), McLaren-Mercedes führt auch in der Teamwertung (26) klar vor Ferrari und Renault (je 16).
Auch Lauda freut sich
In zwei Wochen steht in Brasilien der dritte Hitze-Lauf an, erst dann beginnt in Imola der europäische Alltag der Formel 1. "Ferrari hat jahrelang die Konkurrenz deklassiert. Klar, dass sie nicht zufrieden sind", verstand Niki Lauda den Ärger von Schumacher und Co. "Aber man darf weder Ferrari noch Schumacher unterschätzen, sie werden schon in Brasilien noch härter arbeiten." Was Lauda besonders freute: "Besser kann man GP-Sport derzeit nicht verkaufen. Es war ein Super-Sonntag und wenn das so weiter geht ist das super für den Sport."
