Malaysia-GP: Nächste "Sternstunde" der Silberpfeile?
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Alle Fakten zum Kurs in Melbourne
Sie hoffen auf die nächste "Sternstunde", aber auch nach dem tollen Auftaktsieg in der Formel 1-WM in Australien zählen für die Verantwortlichen von McLaren-Mercedes nur Fleiß und Fakten. "Ich denke nach wie vor, dass Ferrari die Messlatte ist. An der Hackordnung hat sich meiner Meinung nach nichts geändert", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug vor dem Grand Prix von Malaysia am Sonntag in Sepang.
Im Team der "Silberpfeile" sind alle auf dem Boden geblieben und vor dem Rennen in Sepang bei Kuala Lumpur recht zurückhaltend. "Malaysia ist ein ganz neues Spiel", meinte Haug und erinnerte daran, dass McLaren-Mercedes bisher auf dem hochmodernen Kurs in punkto Rundenzeiten nicht unbedingt geglänzt hatte. Im Vorjahr feierte dort Ralf Schumacher den einzigen Saisonsieg für BMW-Williams, mit Ferrari rechnet Haug ohnehin.
Coulthard zurückhaltend
Auch Auftaktsieger Coulthard hielt sich mit allzu optimistischen Prognosen zurück. "Ich denke, unsere Leistung in Melbourne hat gezeigt, dass wir mit dem MP4-17D einen Schritt nach vorne gemacht haben", meinte der Schotte. "Abgesehen vom Qualifikations-Resultat sind wir wohl so konkurrenzfähig wie Williams und vielleicht sogar im Moment wie Ferrari, aber wir hoffen, dass wir dann mit dem neuen Auto endgültig die Lücke schließen können."
Immerhin hat der Sieg mit dem stark modifizierten Vorjahresauto den Aufwärtstrend bestätigt und Luft verschafft bei der Entwicklung des neuen Fahrzeugs, das wahrscheinlich erst nach einem Drittel der Saison zum Einsatz kommen soll. "Ich habe mich zwar wie eine Gebetsmühle angehört. Aber ich habe immer gesagt, dass unsere Mannschaft die Stärke hat", betonte Haug. Umso wichtiger, dass der erste Sieg seit zehn Monaten - zuletzt gewann Coulthard im Vorjahr in Monaco - Fahrer, Mechaniker und Ingenieure für die Mühen entschädigt hat: "Dieser Lohn ist wichtiger als jede Gehaltserhöhung."
Mclaren will nachlegen
Die Tatsache, dass die "Silberpfeile" die dominante Serie von Michael Schumacher und Ferrari beendet und die Formel 1 wieder spannend gemacht haben, hat dem britisch-schwäbischen Team Anerkennung verschafft. Damit es so bleibt, soll die Entwicklung des neuen Autos wieder ein Schritt nach vorne sein. "Das brauchen wir unbedingt. Denn der Stand von Melbourne reicht nicht aus, um die ganze Saison erfolgreich zu sein", weiß der Mercedes-Sportchef. Und spätestens dann will das Weltmeisterteam von 1998 zu früherer Stärke zurückkehren: "Ich denke, dass wir noch einiges nachlegen können."
