Mittwoch, 19. März 2003

Matti Hautamäki fliegt in Planica auf 227,5 Meter

  • Goldberger mit 225 m nicht mehr Inhaber des Weltrekords
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Matti Hautamäki hat am Donnerstag in der Qualifikation auf der Skiflug-Schanze in Planica einen neuen Weltrekord aufgestellt: Der Finne segelte auf 227,5 m und verbesserte damit den drei Jahre alten Rekord von Andreas Goldberger (18.3.2000 in Planica) um zweieinhalb Meter. Bereits im Training am Vormittag hatte Adam Malysz die Bestmarke des derzeit rekonvaleszenten Oberösterreichers egalisiert. Von den acht Österreichern, die am Samstag im ersten von zwei Einzelbewerben alle dabei sein werden, zeigte Stefan Thurnbichler mit 224 Metern den weitesten Flug.

Die Qualifikation wurde für den Einzelbewerb am Samstag ausgetragen, bereits am Freitag geht erstmals in Slowenien ein Teambewerb in Szene. Österreichs Team wird von Thomas Morgenstern, Stefan Thurnbichler, Andreas Widhölzl und Florian Liegl gebildet. Martin Höllwarth ist verkühlt und absolvierte am Donnerstag nur einen Versuch. Der 16-jährige Morgenstern überbot gleich bei seinem Flugdebüt mit dem ersten Trainingssprung die 200-m-Marke (204 m), Stefan Thurnbichler - ebenfalls Debütant - fehlten sogar nur 3,5 m zum neuen Weltrekord. Für den Bewerb am Samstag qualifiziert sind neben den Erwähnten auch Reinhard Schwarzenberger, Christian Nagiller und Bastian Kaltenböck.

"Ein Sieg mit der Mannschaft wird sehr schwierig, auch die Norweger und Finnen sind sehr stark und die Deutschen darf man auch nicht vergessen", wollte ÖSV-Co-Trainer Stefan Horngacher nicht zu hohe Erwartungen in seine Truppe setzen. Das Team sei überhaupt schon recht müde. "Die Burschen sind schon ziemlich leer", meint "Steff", der den Youngsters Morgenstern oder Thurnbichler eine Überraschung zutraut. Diese Müdigkeit ist eine allgemeine Tendenz, gerade noch konnten für den Teambewerb jene acht Mannschaften "zusammen gekratzt" werden, die für eine Austragung nötig sind.

Der Schlussbewerb am Sonntag wird übrigens nach einem neuen Regulativ ausgetragen: Startberechtigt sind beim Finale die Top 30 im Weltcup, womit am Sonntag statt Kaltenböck der am Samstag pausierende Andreas Kofler antreten wird.

Horngacher hält übrigens auch die nächste "Schallmauer" von 230 m in Planica für möglich, allerdings bedarf es da so optimaler Bedingungen wie am Donnerstag bei Hautamäki, dem er dies auch eher zutraut als Malysz. "Adam hat die 225 m gerade noch gestanden, er hat eine andere Flugkurve als Hautamäki", meinte der Tiroler. Doch für den kleinen Polen zählt ohnehin wohl der Gesamt-Weltcup mehr, er wäre ja der erste Springer überhaupt, der dies zum dritten Mal en suite schafft.

19.3.2003 12:41