Doping-Kontrolleur sollte ausgetrickst werden
- Trinkflasche mit Urin vom Teamchef

Dem zweitklassigen italienischen Rad-Team "Formaggi Pinzolo" drohen Sanktionen, nachdem Massimiliano Mori und sein Sportlicher Leiter, Gabriele Di Francesco, während der Fernfahrt Tirreno-Adriatico bei einem Betrugsversuch erwischt worden sind. Sie hatten versucht, einen Doping-Kontrolleur des Internationalen Radsportverbandes (UCI) mit einer manipulierten Urinprobe auzutricksen. Der Urin, der vom Teamchef stammte, sollte nach Informationen des Internetanbieters "Radsport-News" aus einer Trinkflache ins Kontrollröhrchen geschüttet werden.
Mori, Sohn des Tour-Etappensiegers und Tour de Suisse-Dritten von 1971, Primo Mori, war am Sonntag vor der (später abgesagten) vierten Etappe bei den obligatorischen, unangekündigten Bluttests mit einem erhöhten Hämatokritwert aufgefallen. Nach dem Standard-Prozedere wird ein Rennfahrer in einem solchen Fall zu einer Urinprobe herangezogen, die dann im Labor auf das Blut-Doping-Mittel EPO untersucht wird.
Di Francesco behauptete, es habe sich um eine "fürchterliche Verkettung unglücklicher Umstände" gehandelt. Die UCI-Inspekteure seien fälschlich davon ausgegangen, dass Mori betrügen wollte. Der Teamchef hätte urologische Probleme und wollte die im Bad des Mori-Hotelzimmers gefundene, gefüllte Trinkflasche zur Analyse in ein Labor bringen.
Cannes20:06
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
Grand Prix von Monaco17:07
Webber holt Monte CarloAustralier ist sechster Sieger im sechsten Rennen. Gerüchte um Vettel-Wechsel.
