Hallen-WM in Birmingham ein historischer ÖLV-Erfolg
- "Ein Sportmärchen wurde Realität"
- PLUS: Die besten Bilder von Steffi Graf (Kasten rechts)!
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Was hat Steffi Graf da am Bauch?
·Das Interview
Steffi Graf spricht über ihre Zukunft
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Die besten Pics unserer Steffi!
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Das ist die "sil- berne" Steffi Graf
·3.000 Meter
Weidlinger 10., Gebrselassie Gold
Mit Silber über 800 m durch Stephanie Graf und drei weiteren Finalteilnahmen - Karin Mayr Fünfte über 60 m, Günther Weidlinger Zehnter und Susanne Pumper ebenfalls über 3.000 m Zwölfte - schnitt das sieben Aktive umfassende Team des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes (ÖLV) in Birmingham so erfolgreich wie nie zuvor bei einer Hallen-WM ab. "Wir sind vollauf zufrieden, denn alle unsere Athleten sind zumindest bis ins Semifinale vorgedrungen", lautete daher auch das logische Resümee von ÖLV-Sportkoordinator Hannes Gruber.
Besonders begeistert war Gruber natürlich von Grafs Ausnahmeleistung, die für ihn angesichts ihrer Tumoroperation vor acht Monaten an ein Wunder grenzt. "Diese Medaille von der Steffi ist für mich eine echte Sensation. Wie Ski-Superstar Hermann Maier hat sie sich innerhalb kürzester Zeit nach langer Verletzungspause wieder in der Weltspitze etabliert und WM-Silber geholt. Das ist einfach unglaublich, ein Sportmärchen, das Realität wurde!"
Auch dem Hürdensprinter Elmar Lichtenegger hätte der Niederösterreicher den Einzug ins Finale und eine Sensation zugetraut, doch 2/100 fehlten dem Neo-Parlamentarier am Ende auf die Entscheidung der besten Acht. Dass sich der Hallen-Vizeeuropameister von Wien 2002 in England nicht in Hochform präsentierte und mit Platz neun die angepeilte Medaille klar verfehlte, lag laut Gruber auch an den jüngsten Ereignissen, mit denen der neue FPÖ-Sportsprecher so knapp vor der WM konfrontiert worden war.
"Wenn man wenige Tage vor der WM als Nationalratsabgeordneter angelobt wird und dann am nächsten Tag gleich eine 13-stündige Nationalratssitzung zu absolvieren hat, dann ist das von der emotionalen Anstrengung her zu groß, als dass man das leicht wegstecken könnte", glaubt Gruber, der gespannt ist, wie Lichtenegger diese Doppelbelastung in Zukunft verkraften wird. Schließlich will der Kärntner seine sportliche Karriere erst nach den Olympischen Spielen 2004 in Athen beenden.
Dass es im Gegensatz zum enttäuschenden Abschneiden bei der Freiluft-EM in München nun in England einen historischen Erfolg zu feiern gab, begründete der ÖLV-Sportchef vor allem mit dem guten Auftakt am Freitag. "Wenn es von Beginn an gut läuft, dann infiziert einer den anderen in unserem Team. Außerdem war es für das Klima in der Mannschaft gut, dass die Steffi wieder dabei war. Sie hat viel Druck von den anderen weggenommen, und deshalb ist es im Gegensatz zu München zu keinen Spannungen im Team gekommen."
Der hohe Altersschnitt der WM-Teilnehmer - bei den fünf Frauen lag er bei über 30 Jahren - ist natürlich auch Gruber aufgefallen. "Wir überlegen deshalb, so wie es in anderen Ländern schon praktiziert wird, in Zukunft eine harte Norm für die Arrivierten und eine leichtere, die dem internationalen Limit entspricht, für die U23-Athleten zu machen, damit auch die Jungen eine Chance haben, sich für ein Großereignis zu qualifizieren. Doch von solch einer Regelung würden nur die Sprinter profitieren."
Gruber ist sich jedoch bewusst, dass Nachfolger für Graf, Mayr, Lichtenegger, Weidlinger und Co. nur äußerst schwer zu finden sind. "Wir haben sehr wenig Nachwuchs. Und im Moment sind wir, wie man in Birmingham gesehen hat, in erster Linie eine Laufnation, was sicher damit zusammenhängt, dass wir nur sehr wenig gute Trainer in den technischen Disziplinen haben. Der Verband muss daher weiter gezielt in kleine Zellen investieren, die sich selbst entwickeln, so wie das bei Hindernisspezialist Martin Pröll, der von seinem Vater trainiert wird, der Fall ist. Denn um in der Leichtathletik den Durchbruch zu schaffen, muss ein Athlet rund um die Uhr 100 Prozent an seinen Sport denken und auch über die entsprechende Persönlichkeit verfügen, damit er das harte Training überhaupt durchstehen kann. Diese Kombination findet man sehr selten, und noch seltener in einem kleinen Land wie Österreich."
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