Sonntag, 23. März 2003

USA warnen vor Anschlägen in Indonesien

  • "Glaubhafte Informationen" über geplante Terroraktionen

Das US-Außenministerium hat US-Bürger in Indonesien aufgefordert, wegen der Gefahr von Anschlägen im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg ihre Ausreise zu erwägen. "Als Folge des militärischen Vorgehens im Irak könnten die regelmäßigen politischen Demonstrationen in Indonesien eskalieren und die Gefahr anti-amerikanischer Gewalt und terroristischer Handlungen erhöhen".

Die US-Botschaft in Jakarta habe "glaubhafte Informationen erhalten, dass extremistische Elemente Anschläge auf US-Interessen verüben könnten", heißt es darin weiter.

Am Vortag hatte Australien mitgeteilt, in Indonesiens zweitgrößter Stadt Surabaya könnten Anschläge gegen Bürger von Staaten des Westens geplant sein. In der Stadt gab es wütende Proteste gegen den Irak-Krieg der USA und ihrer Verbündeten Großbritannien und Australien. Am Sonntag protestierten etwa 300 Demonstranten in Indonesiens Hauptstadt Jakarta gegen den Krieg. Einige radikale islamische Gruppen in dem mehrheitlich von Moslems bewohnten Land haben die Indonesier zudem aufgefordert, nicht bei US-Unternehmen wie McDonald's zu kaufen. Im Oktober 2002 waren auf der indonesischen Insel Bali bei Anschlägen auf zwei Lokale mehr als 200 Menschen getötet worden. Die meisten der Opfer waren Touristen.

23.3.2003 10:46