Krawalle bei Friedensdemonstrationen in Mailand
- Israelisches Konsulat und McDonald's-Restaurants beschädigt
- Oslo: Ebenfalls Ausschreitungen bei Friedensdemo
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Bei einer Friedensdemonstration in Mailand ist es zu Krawallen gekommen. Vermummte und mit Knüppeln bewaffnete Jugendliche beschädigten einige Restaurants der Fast-Food-Kette McDonald's sowie den Eingang des israelischen Konsulats. Auch die Fensterscheiben einiger Banken wurden eingeschlagen.
Während der Kundgebung kam es zu Krawallen zwischen Studenten und Mitgliedern anarchistischer Gruppen. Auch ein Kameramann des Staatsfernsehens RAI wurde von Unbekannten angegriffen und verletzt. An der Demonstration in der lombardischen Metropole beteiligten sich zirka 100.000 Personen.
Italien: Ansonsten friedlich
Friedlicher verlief die Friedensdemonstration in Rom, an der sich laut den Organisatoren 70.000 Personen beteiligten. Der Demonstrantenzug wurde von Spitzenpolitikern der oppositionellen Mitte-Links-Allianz geleitet, die Slogans gegen die Regierung Berlusconi riefen. Diese wird von den Linksparteien wegen ihrer stark US-freundlichen Haltung scharf kritisiert. Kundgebungen fanden auch in Florenz, Neapel und Turin statt.
Der autonome Gewerkschaftsverband Cobas rief am 2. April zu einem Streik gegen den Krieg auf. Die Gewerkschaften hatten bereits am Donnerstag kurz nach Beginn des US-Angriffes im Irak zwei Stunden lang die Arbeit niedergelegt.
Ausschreitungen in Oslo
Zu Ausschreitungen kam es bei Demonstrationen gegen den Irak-Krieg in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Einige, teilweise vermummte Demonstranten warfen Steine auf Polizisten nahe der US-Botschaft. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas und Hunde ein. Sieben Demonstranten wurden laut Polizei fest genommen. Ein Polizist wurde nach Angaben der norwegischen Sicherheitskräfte durch einen Steinwurf leicht verletzt.
Durch Steinwürfe wurden unter anderem Scheiben des Gebäudes des Außenministeriums zerstört, die Fassade einer Filiale der amerikanischen Laden-Kette "Seven Eleven" wurde mit Farbe beschmiert. Nach Polizeiangaben kehrte gegen Abend jedoch wieder Ruhe in der norwegischen Hauptstadt ein. Insgesamt hatten nach Angaben der Organisatoren etwa 10.000 (5.000 - 6.000 laut Polizei) Menschen an den Demonstrationen teilgenommen.
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