Italien rät Schulen von Auslandsausflügen ab
- Terror-Angst: Tausende Wien-Besuche wackeln
Das römische Innenministerium hat den italienischen Schuldirektoren von Auslandsausflügen abgeraten. Die Reisen, meistens zwischen März und Mai, seien auf Grund der internationalen Spannungen und der Terrorgefahr nicht empfehlenswert. Eines der Haupt-Reiseziele der Italiener ist Wien.
Reiseveranstalter in Rom schlossen nicht aus, dass es in den nächsten Tagen zu Absagen bereits geplanter Aufenthalte italienischer Schüler in Wien kommen werde.
Wien zählt zu den beliebtesten Zielen italienischer Schüler, die im Frühjahr in die Hauptstadt strömen. Das römische Innenministerium hält zwar Wien nicht für eine besonders gefährliche Destination, meint jedoch, dass Auslandsreisen an und für sich ein Risikofaktor für Schüler sein könnten.
Warnung vor London
Gewarnt wird besonders vor Aufenthalten in London, da Großbritannien mit den USA am Irak-Konflikt direkt beteiligt ist. Auch Reisen nach Frankreich und Spanien könnten sich wegen der Attentatsgefahr als riskant erweisen, hieß es.
Die Warnung des Innenministeriums an die italienischen Schulen löste die entrüstete Reaktion des Präsidenten des Reiseveranstalter-Verbands Fiavet, Antonio Tozzi, aus. Das Außenministerium habe bisher die Italiener ausschließlich vor Besuchen in Kuwait, Saudi Arabien, Jordanien und Israel gewarnt. Andere Reiseziele könnten nicht als gefährlich betrachtet werden.
"Das höhere Sicherheitsbedürfnis macht Destinationen, die per Bahn oder Auto erreichbar sind, besonders begehrt. Vieles hängt natürlich von der Entwicklung dieses Konflikts ab. Wenn er ein lokaler Krieg bleibt, dann kann man relativ zuversichtlich sein, dass Österreichs Tourismus nicht zu stark die negativen Effekte spüren wird", so ein österreichischer Touristiker. Im vergangenen Jahr wurde Österreich von einer Million Italiener besucht.
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