Samstag, 22. März 2003

Israel fühlt sich sicherer

  • Nach Besetzung irakischer Luftbasen

Nach der Besetzung zweier strategisch wichtiger Flughäfen im Westen des Iraks durch alliierte Spezialtruppen fühlt sich Israel sicherer vor irakischen Raketenangriffen. Der israelische Rundfunk zitierte am Samstag Kreise der Verteidigungsministeriums, wonach zu Beginn der nächsten Woche eventuell über eine Verringerung der Alarmstufe entschieden werden könnte.

Das Gebiet der besetzten irakischen Luftwaffenstützpunkte H 2 und H 3 an der irakischen Grenze zu Jordanien ist das einzige, von dem aus irakische Scud-Raketen mit eventuell biologischen oder chemischen Gefechtsköpfen Israel erreichen könnten. Von dort aus hatte der Irak im Golfkrieg 1991 insgesamt 41 Scud-Raketen auf Israel geschossen.

Seit Beginn des neuen Irak-Krieges müssen die Israelis ständig Gasmasken bei sich tragen und abgedichtete Schutzräume bereit halten.

Der israelische Vizeverteidigungsminister Zeev Boim sagte dazu: "Wir warten, bis sie (die Amerikaner und Briten) das gesamte Gebiet (im Westirak) unter Kontrolle haben, bevor wir einschätzen, ob die potenzielle Bedrohung für uns vorbei ist." Es sei nicht ausgeschlossen, dass Iraks Machthaber Saddam Hussein Israel als letzte Herausforderung doch noch Israel anzugreifen versuche.

Dieses Risiko wurde von der israelischen Militärführung jedoch als sehr gering eingeschätzt. Israel schützt sich mit amerikanischen und deutschen Patriot- sowie eigenen "Pfeil"-Luftabwehrraketen.

22.3.2003 12:14