Angeblich wieder US-Angriffe auf Islamisten in Nordirak
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US-Streitkräfte haben nach Angaben einer kurdischen Organisation in Nordirak am Sonntag weitere Luftangriffe auf eine Moslemgruppe geflogen, die Kontakte zur Extremistenorganisation El Kaida haben soll. Ein Vertreter der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) sagte, Marschflugkörper seien in vermutete Stellungen der Ansar el Islam nahe der iranischen Grenze eingeschlagen.
Nach Angaben der PUK griffen die US-Streitkräfte bereits am Vortag Stellungen der Ansar el Islam an. Die PUK teilt die Vermutung der US-Regierung, dass die Ansar, der hunderte vor allem kurdische Kämpfer angehören, Kontakte zur El Kaida hat. Die USA werfen der Gruppe vor, mit Hilfe der El Kaida an Chemiewaffen zu arbeiten.
Die USA machen El Kaida und deren Chef Osama bin Laden für die Anschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Verteidigungsministerium in Washington verantwortlich.
Kurden: "Nordfront wird bald aktiviert"
Die Eröffnung der Nordfront im Irak steht nach kurdischen Angaben kurz bevor. Die Nordfront werde "bald aktiviert", sagte Hoshjar Sebari von der Demokratischen Partei Kurdistans (DPK) am Samstag vor Journalisten in Erbil. Dabei gebe es eine enge Zusammenarbeit zwischen US-Spezialeinheiten und kurdischen Kämpfern. Die Türkei hat unterdessen einen Einmarsch im Nordirak dementiert und als "Lüge" bezeichnet.
Bei der Eröffnung der Nordfront würden kurdische Einheiten auch außerhalb des Kurdengebietes kämpfen, fügte Sebari hinzu. "Wir werden nicht unabhängig vorgehen, sondern zusammen (mit den Amerikanern), wir sind Partner." Die DPK kontrolliert das nordwestliche Kurdengebiet im Irak, auf das die Regierung von Saddam Hussein seit dem Ende des Golfkrieges 1991 keinen Einfluss mehr hat.
Keine Militärverwaltung
Laut Sebari akzeptierten die USA für die Zeit nach dem Sturz von Saddam Hussein eine irakische Übergangsregierung anstelle einer Militärverwaltung durch einen US-Gouverneur. Bei Gesprächen in Ankara zwischen Vertretern der USA, der Türkei und der Kurden habe die US-Regierung "die Idee einer Militärverwaltung aufgegeben", sagte er. Zuvor hatte bereits der Vertreter der schiitischen Oppositionsbewegung Asrii, Abdel Asis el Hakim, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Teheran gesagt, die USA hätten der Opposition zugesagt, dass der Irak "von Anfang an", also unmittelbar nach dem Sturz der Regierung, von einer "irakischen Autorität" geführt werde.
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