Jordanischer König teilt "Wut" über Irak-Invasion
- Bevölkerung zu Zurückhaltung aufgerufen
König Abdullah II. von Jordanien hat am Freitagabend in einer kurzen Fernsehansprache betont, dass er die "Wut" seiner Landsleute angesichts der Leiden des irakischen Volkes teile. Gleichzeitig rief er zu allgemeiner Zurückhaltung auf, um die Sicherheit und Stabilität des Landes nicht aufs Spiel zu setzen.
Die gegenwärtigen Ereignisse in der Nachbarschaft sollten die Jordanier zu der Erkenntnis führen, dass das nationale Interesse über allen anderen Überlegungen stehen müsse. "Die Gefühle, die wir für das irakische Brudervolk empfinden, müssen in zivilisierter Weise ausgedrückt werden", sagte der Monarch.
Schwere Unruhen erschütterten am Freitag die als Islamistenhochburg geltende jordanische Stadt Maan, wo das Polizeihauptquartier von Demonstranten umzingelt wurde. Die dortigen Demonstranten riefen Losungen gegen die "verräterischen" arabischen Regime, die den Irak im Stich gelassen hätten. Auch in der jordanischen Hauptstadt Amman und in Irbid kam es nach den Freitagsgebeten zu antiamerikanischen Kundgebungen.
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