Aus Irak ausgewiesenes CNN-Team sicher in Jordanien
- Berichte über Zensur und Kontrolle durch irakische Behörden
·Unfall-Tote
3 US-Soldaten ster- ben bei Heli-Crash!
·Sieben Tote
US-Kampfjet & Helikopter zerstört
·Saddam-Rede
'Bekämpft sie mit Clans & Stämmen'
Das vierköpfige Team des US-Senders CNN in Bagdad, das am Freitag von den irakischen Behörden ausgewiesen wurde, ist am Samstag in Jordanien eingetroffen. Produzentin Ingrid Formanek, Korrespondent Nic Robertson, Reporterin Rym Brahimi und Kameramann Brian Puchaty hatten in den ersten Kriegstagen von den Angriffen auf Bagdad berichtet. Die Bürochefin des Senders in Bagdad, Jane Arraf, war bereits zuvor aus dem Irak ausgewiesen worden. Der Umgang mit den irakischen Behörden habe sich mit Kriegsbeginn stark verändert, berichtete Formanek.
Die Beschränkungen der Berichterstattung hätten sich verstärkt, sagte die Produzentin. Die Iraker hätten nur telefonische Berichterstattung über das irakische Festnetz zugelassen, die eigenen Satellitentelefone konnte das Team nicht benutzen. Bildberichte waren nicht gestattet, lediglich Bilder von einer am Dach des Informationsministeriums montierten Kamera wurden gesendet.
Journalisten als Propagandainstrument
Gemeinsam mit anderen ausländischen Journalisten sei das CNN-Team von den Irakern nach den ersten Angriffen in einem Bus zu einem Elektrizitätswerk, in dem sich Kriegsgegner als "menschliche Schutzschilder" befanden, und in ein Krankenhaus geführt worden, wo sie offenbar durch die Angriffe Verletzte sahen. "Die Iraker wollten über uns ihre Botschaft verkünden", erläuterte Formanek.
Bereits Golfkriegs-Erfahrung
Formanek war schon beim ersten Golfkrieg 1991 mit einem CNN-Team in Bagdad. Die damaligen Live-Berichte des Korrespondenten Peter Arnett vom Dach des Rashid-Hotels über den Beginn der Luftangriffe gelten als Meilenstein in der Mediengeschichte.
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