Irakisches Heer stemmt sich gegen die Invasoren
- Brennende Ölquellen und Förderanlagen
- CNN-Reporter wurden aus dem Irak ausgewiesen
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Hauptstadt Bagdad unter Beschuss
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·Die Ölquellen
Briten besetzen irakische Felder
Der Vormarsch des alliierten Invasionsheeres auf die Ölfelder im Südirak ist am Freitag, 21. März, auf heftigen Widerstand gestoßen: Beim Sturm auf die Autobahn Richtung Basra - der Hafenstadt im Herzen der Ölförderanlagen - liefen amerikanische Marineinfanteristen in das Granatfeuer irakischer Stellungen. Beim Vorstoß auf das Ölfeld Rumeila wurde ein Marineinfanterist tödlich getroffen. Der Angriff auf die Stadt Umm Kasr wurde zunächst aufgehalten.
Undurchdringlicher Rauch füllte den Himmel, er kam von brennenden Ölquellen und Förderanlagen, von denen das Öl durch Pipelines Richtung Persischer Golf geleitet wird. Die Irakis steckten 7 von 100 Quellen der Region in Brand.
Britische Soldaten eroberten in den ersten Stunden der Invasion den Südteil der Halbinsel Faw. Acht britische und vier US-Soldaten kamen dabei beim Absturz eines Hubschraubers ums Leben. Laut Hoon ist die Halbinsel ein Brückenkopf für weitere Vorstöße. Die Amerikaner konnten die Grenzstadt Safuan nach wenigen Stunden einnehmen, sie liegt an der strategisch bedeutsamen Autobahn nach Bagdad.
Erste US-Soldaten gefallen
Bei dem Vormarsch amerikanischer und britischer Truppen im Südirak sind zwei amerikanischer Marineinfanteristen ums Leben gekommen. Der erste Soldat sei "bei Kampfhandlungen" gefallen; zum zweiten gab es keine Details. Vier weitere Amerikaner starben gemeinsam mit acht Briten bei einem Hubschrauber-Crash.
Kampf um Ölquellen
Die irakischen Soldaten eilten nach Basra im Landesinneren. Heeresreporter sahen US-Truppen bei der Jagd auf irakische Soldaten nahe einer brennenden Ölförderanlage. Dicker Rauch quoll hunderte Meter hoch. Ein Soldat wollte mit dem Motorrad fliehen, er wurde erschossen.
Durchbruch beim ersten Tageslicht
Bei Tagesanbruch erwiderten britische und amerikanische Soldaten vor der Stadt Umm Kasr den Artilleriebeschuss des irakischen Heeres. Kampfjets warfen Bomben auf den Westen der umkämpften Stadt.
Immer wieder kam es zu Mörserbeschuss. Unter dem Schutz von Cobra-Kampfhubschraubern und Haubitzen rollten schließlich am Freitagmorgen Panzer und auf der Straße durch die entmilitarisierte Zone zwischen Kuwait und Irak an die Front. Auf kuwaitischer Seite dirigierten US-Soldaten aus Wachtürmen das Granatfeuer.
Iraker ergeben sich
Die 15. Expeditionseinheit der Marine-Infanteristen stieß schon eine Stunde nach Grenzübertritt auf eine Formation von 40 irakischen Soldaten. Diese ergeben sich. Insgesamt ergeben sich etwa 200 gegnerische Soldaten.
CNN muss Bagdad verlassen
Die vier Korrespondenten des amerikanischen Nachrichtensenders CNN müssen Bagdad verlassen. Das teilte der Nachrichtensender am Freitag mit. Die irakischen Behörden hätten die Journalisten aufgefordert, das Land sofort zu verlassen. Laut CNN müssen Korrespondent Nic Robertson und seine drei Kollegen nach Jordanien ausreisen.
Im Golfkrieg von 1991 war CNN mit seinem Korrespondenten Peter Arnett praktisch der einzige westliche Fernsehsender in Bagdad. Arnett berichtet inzwischen für den Nachrichtensender MSNBC aus Bagdad.
Vorstoß nach Norden
Panzereinheiten, Versorgung und Tanklastwagen fahren fast den ganzen Freitag über mit konstant 50 Kilometern pro Stunde durch die Ebenen des Südirak in Richtung Bagdad. Sie stoßen dabei auf keinen nennenswerten Widerstand und umfahren dabei alle Städte. Erst um 17:50 Uhr (15:50 MEZ) wird der US-Vorstoß nahe der schiitischen Stadt Nasiriya durch feindlichen Beschuss gestoppt.
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