Donnerstag, 20. März 2003

Briten sagen: Der Angriff war nur der 1. Warnschuss

  • 10 Tote bei Angriffen auf Hauptstadt Bagdad / Irak dementiert
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Die Briten sagen: Die erste Angriffswelle war nur ein "Warnschuss"! 10 Tote sollen die Luftangriffe auf die Hauptstadt Bagdad gefordert haben. Die US-Raketen zielten auf ein Treffen von ranghohen Irakis. Der Irak dementierte die Meldung von Toten - es hätte einige Verletzte gegeben.

Ein Treffen von fünf ranghohen Irakern gehörte nach Angaben eines britischen Militärsprechers zu den primären Zielen der Angriffe auf Bagdad, mit denen die USA am Donnerstagmorgen begannen. "Es gab ein Treffen von fünf Irakern, von dem sie dachten, sie sollten einen Versuch starten. Und so entschieden sie sich anzugreifen", sagte der Militärsprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Nähere Angaben zu den Personen machte er nicht. Die Angriffe seien mit Tomahawk-Raketen ausgeführt worden. "Das war ein Warnschuss und wir wollen nach wie vor, dass Saddam sich ergibt", fügte der Sprecher hinzu, der sich in einem Militärhauptquartier der USA und Großbritanniens in der Nähe der Hauptstadt Katars, Doha, aufhielt.

Ein irakischer Minister beschuldigte die US-Regierung, einen Mordversuch auf den irakischen Präsidenten Saddam Hussein verübt zu haben. Der Staatschef habe aber überlebt. Etwa drei Stunden nach den Angriffen zeigte das staatliche Fernsehen Bilder, wie Saddam eine öffentliche Erklärung abgab. Es war nicht klar, ob es sich um eine Live-Übertragung ode rum eine Aufzeichnung handelte.

20.3.2003 09:40