Krieg: Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in Österreich
- Vorbereitungen "in aller Stille" liefen seit Monaten
- Luftraumüberwachung mit Draken auf 24 Stunden ausgedehnt
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Österreichs hat bei Beginn der US-Angriffe gegen den Irak seine Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Potenziell gefährdete Gebäude wie Botschaften und internationale Einrichtungen werden zusätzlich bewacht. Für die Flughäfen wird eine verstärkte "Vorfeldsicherung" inklusive Zufahrtskontrollen durchgeführt. Auch die Draken-Luftraumüberwachung wurde zu Beginn auf 24 Stunden ausgedehnt.
"Die Anordnungen sind noch in der ersten Kriegs-Nacht getroffen worden", sagte Oberstleutnant Franz Lang, Einsatzleiter im Innenministerium. Im Mittelpunkt stünden gemäß völkerrechtlicher Verpflichtungen der Schutz von Botschaften und Vertretungsbehörden sowie von Einrichtungen wie UNO und OPEC.
US-Botschaft großräumig abgeriegelt
Erhöhter Schutz sei besonders für Einrichtungen von Staaten angeordnet worden, die unmittelbar am Krieg beteiligt sind oder die Angriffe unterstützen, wie die USA, Großbritannien und Spanien. Die US-Botschaft in der Boltzmanngasse beispielsweise ist von außen mit Sperrgittern großräumig abgeriegelt, die sichtbare Polizeipräsenz in Form der Sicherheitswache wurde verstärkt.
Nicht nur diplomatische Vertretungen, auch andere Einrichtungen wie z.B. Kulturinstitute werden mehr geschützt. Für irakische und israelische Einrichtungen gelten laut Lang ähnliche Maßstäbe.
Vorbereitungen in "aller Stille"
Die Sicherheitsbehörden hätten sich "seit Monaten in aller Stille" auf den Irak-Krieg vorbereitet, um die Bevölkerung nicht unnötig zu beunruhigen, betonte Lang. Donnerstag um 7.00 Uhr wurde nur mehr das "Go" für die Maßnahmen gegeben.
"Keine Bedrohungssituation"
"Es gibt keine erkennbare Bedrohungssituation, weder für österreichische Staatsbürger noch für Einrichtungen", betonte der Chef der Anti-Terror-Einheit Cobra, Brigadier Wolfgang Bachler. Auch gebe es in Österreich derzeit keine radikalen islamischen Gruppen.
Luftraumüberwachung ausgedehnt
Die Draken des Bundesheers wurden auf unbestimmte Zeit in Einsatzbereitschaft rund um die Uhr versetzt. Generalmajor Erich Wolf, Kommandant der Luftstreitkräfte, begründete diesen Schritt damit, dass man "erhöhte Sicherheit" gewährleisten und nicht genehmigte Überflüge von Militärflugzeugen verhindern wolle.
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