Irakisches Parlament weist US-Ultimatum zurück
- Abgeordnete warnen USA vor möglichen Vergeltungsaktionen
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Die Zeichen stehen auf Krieg - es ist nur noch eine Frage des Zeitpunktes. Einen Tag vor Ablauf eines US-Ultimatums an den Irak hat das irakische Parlament am Mittwoch auf einer Krisensitzung in Bagdad die Forderung der USA zurückgewiesen, Präsident Saddam Hussein solle das Land verlassen. Der Irak sei nicht das Land, das befolgen werde, was ihm von der US-Regierung befohlen werde, sagte Parlamentspräsident Saadoun Hammadi unter dem Applaus der Abgeordneten.
Einige Abgeordnete warnten vor unerwarteten Vergeltungsaktionen gegen die USA, sollten sie ihre Angriffsdrohung in die Tat umsetzen. Die USA hatten Saddam Hussein ultimativ zum Verlassen des Landes bis Donnerstag gegen 02.15 Uhr (MEZ) aufgefordert, um einen Krieg noch abzuwenden. Ägyptens Staatspräsident Hosni Mubarak kritisierte am Mittwoch in einer Fernsehrede die amerikanische Exilforderung an den irakischen Staatschef als unangemessen.
"Wir lehnen es (das Ultimatum) ab und wir stehen alle gemeinsam hinter unserem Führer, wir sind bereit, unser Land zu verteidigen," sagte Hammadi. Viele Parlamentarier brachten in Sprechchören ihre Unterstützung für den Präsidenten zum Ausdruck: "Wir werden unser Blut und unsere Seele Saddam opfern", riefen und sangen sie. Einige forderten, US-Präsident George W. Bush solle ins Exil gehen: "Du (Bush) solltest zurücktreten und die Welt in Frieden leben lassen! Andernfalls werden die Konsequenzen schlimm sein und ganz Amerika wird deine Schuld zu tragen haben", sagte ein Abgeordneter. Am Vortag hatte Saddam Hussein erklärt, dem Ultimatum nicht nachkommen zu wollen.
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