Saudiarabien will sich nicht an Irak-Krieg beteiligen
Saudiarabien wird sich nach den Worten von König Fahd "unter keinen Umständen" an einem Krieg gegen den Irak beteiligen. Die saudiarabische Armee werde "keinen Zoll" des irakischen Staatsgebietes betreten. Ob die US-Streitkräfte die Luftwaffenbasen benutzen dürfen, blieb aber offen.
Das sagte der Monarch laut einer am Dienstag im Fernsehen von Kronprinz Abdullah vorgetragenen Erklärung. Das Königreich weise jede Verletzung der irakischen Einheit, Unabhängigkeit, Ressourcen und der inneren Sicherheit zurück.
Über diesen Standpunkt seien die USA informiert worden. Allerdings ließ der König offen, ob die amerikanischen Luftstreitkräfte saudiarabische Stützpunkte bei einem immer wahrscheinlicher werdenden Angriff auf den Irak nutzen können. Auch blieb unklar, ob die USA ihre Militärflugzeuge einsetzen können, die auf dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan nahe Riad stationiert sind.
König Fahd bezeichnete einen Krieg als "ungeplantes Abenteuer", welches die Sicherheit von Saudiarabien gefährden könne. Er erwarte, dass der Krieg dann beendet werde, wenn die in der UNO-Resolution 1441 geforderte Zerstörung der irakischen Massenvernichtungswaffen erreicht sei. "Was immer die irakische Regierung auch für Fehler über die Jahre begangen haben mag, das brüderliche irakische Volk darf dafür nicht bezahlen", sagte Fahd.
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