GfbV warnt vor neuem Genozid im Irak
- Armee schoss auf Schiiten in Kerbela
·Ja zum Krieg?
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Bis zu 300 Schiiten sind in der irakischen Stadt Kerbela südlich von Bagdad am vergangenen Donnerstag getötet oder verwundet worden. Das erfuhr die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) laut Aussendung vom Dienstag aus sicherer Quelle. Nun droht ein neuer Genozid im Irak.
Ohne Vorwarnung hätten Armee und Geheimdienst das Feuer auf die Mitglieder einer Protestkundgebung gegen das irakische Regime eröffnet. Die Demonstration sei aus einer religiösen Prozession in der heiligen Stadt Kerbela im Rahmen des schiitischen Trauermonats Muharram heraus entstanden.
Präsident Saddam Hussein könnte den Einmarsch der Amerikaner zum Anlass nehmen, erneut gegen die schiitische Mehrheitsbevölkerung vorzugehen, warnte GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am Dienstag in Göttingen. Bereits 1991 hatten die Schiiten, die von George Bush sr. zum Widerstand gegen das Saddam-Regime aufgefordert worden waren, nahezu 400.000 Tote zu beklagen. Die Schiiten stellen rund 60 Prozent der Bevölkerung des Irak.
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